{"id":11631,"date":"2019-05-25T11:44:27","date_gmt":"2019-05-25T09:44:27","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=11631"},"modified":"2021-03-25T09:46:07","modified_gmt":"2021-03-25T08:46:07","slug":"interview-mit-fredy-schwyter-prasident-der-fachgruppe-multimedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/interview-mit-fredy-schwyter-prasident-der-fachgruppe-multimedia\/","title":{"rendered":"Interview: Fredy Schwyter, Pr\u00e4sident der Fachgruppe Multimedia"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Die Schweizer Informatik Gesellschaft beinhaltet rund 20 verschiedene Interessengruppen, die sich auf verschiedene Bereiche der Informatik konzentrieren. Diese Bereiche reichen von Software und Engineering bis hin zu Digital Humanities. Herr Schwyter, Sie sind Pr\u00e4sident der Special Interest Group Multimedia bei der Schweizer Informatik Gesellschaft. K\u00f6nnen Sie uns sagen, was eine Fachgruppe bei SI tats\u00e4chlich ist und welches die Aktivit\u00e4ten und Ziele Ihrer Fachgruppe Multimedia speziell sind?<\/strong><\/p>\n<p><em>Eine Special Interest Group bei SI soll einerseits eine Plattform f\u00fcr Informatikerinnen und Informatiker sein, welche sich \u00fcber die neusten Entwicklungen in einem Bereich der Informatik austauschen wollen. Andererseits soll sie die Awareness f\u00f6rdern \u00fcber die M\u00f6glichkeiten dieses Informatikbereiches, sowohl bei SI-Mitgliedern als auch in der Bev\u00f6lkerung allgemein.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Fachgruppe Multimedia von SI soll in ihrem Bereich neue Trends aufzeigen und in ungezwungenem Rahmen Kontakte f\u00fcr Leute aus der Forschung, der Lehre und der industriellen Produktion erm\u00f6glichen. Weitere Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnten Videowettbewerbe im DACH-Raum sein, Anzeigen von MM-Firmen der Mitglieder sowie Unterst\u00fctzung von anderen Fachgruppen im MM-Bereich, wie bereits erfolgt z.B. f\u00fcr die Fachgruppen GreenIT und Industry Controller. Bisher hat sich auch gezeigt, dass eine Unterst\u00fctzung von Studierenden an Fachhochschulen im Multimedia Production Bereich sehr gesch\u00e4tzt wurde. Hinzu kommt zunehmend, dass der Gaming-Sektor nach immer besseren Technologien f\u00fcr ausgefeilte Games schaut, siehe unseren bald erscheinenden Artikel \u00fcber Ludicious, das Game Festival von Z\u00fcrich: www.ludicious.ch. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Fachkr\u00e4fte ergibt eine interessante Konstellation, die Anreiz zum Mitmachen sein kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>2. Der Begriff Multimedia ist nicht neu und seine Definition ist so umfassend, dass man oft nicht mehr wirklich weiss, worauf der Begriff zutrifft, weil er auf vieles anwendbar ist. Wie interpretieren Sie, was MultiMedia heute ist, und wie wir es vor 20 Jahren verstanden haben, und welche Entwicklungen haben Ihrer Meinung nach die Definition von MultiMedia ge\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p><em>Vor 20 Jahren bedeutete Multimedia das Zusammenschmelzen von Farbfilm und Sound, sei es f\u00fcr Fernsehen oder Kino und im Forschungs- und Hobby-Bereich. Der Medientheoretiker Herbert Marshall McLuhan pr\u00e4gte den Satz:&#8220; Das Medium ist die Botschaft.&#8220; und seine Visionen beschrieben ein &#8222;Globales Dorf&#8220;. In den letzten Jahren zeigte es sich immer mehr, dass vom Beginn eines Films an, von der inhaltlichen Idee \u00fcber Storytelling, Drehbuch Erstellung, neue Aufnahmetechniken, Spezialeffekte, Virtual- Augmented- und Mixed-Reality bis hin zu Visual Sensation und Interaktivit\u00e4t neue Technologien Einzug hielten und damit neue Zuschauererlebnisse erm\u00f6glichen. Neu ist auch, dass ganze Universit\u00e4tsabteilungen sich der Entwicklung neuer Multimediaprodukten widmen, z.B. Disney Research oder das Trinity College in Dublin mit 20 Post-Doktoranden. Daneben k\u00f6nnen einzelne Bereiche wieder neue Bedeutungen erreichen wie z.B. Storytelling in virtuellen 3-D-Filmen. Die Nutzung von Sprache kann dort die Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen in die beabsichtigte Richtung lenken.<\/em><\/p>\n<p><strong>3. Die Fachschule Chur bietet ein ganzes Programm, um junge Menschen \u00fcber die Verwendung von Multimedia f\u00fcr eine Vielzahl von Berufen zu informieren. K\u00f6nnen Sie uns etwas \u00fcber den Studiengang &#8222;Multimedia Production&#8220; und Ihre Beziehung zur Fachhoch Schule Chur erz\u00e4hlen und welche Rolle dieser Studiengang f\u00fcr die Fachgruppe Multimedia spielt oder gespielt hat?<\/strong><\/p>\n<p><em>Dieser Bachelor-Studiengang umfasst Bereiche von Informatik, Journalismus, Unternehmenskommunikation, Film und Radio. Unterrichtsorte sind Chur und Bern. Begonnen hat die Zusammenarbeit mit der HTW-Chur beim Multimediafestival auf der Lenzerheide im Herbst 2015. Die SI wurde von der HTW eingeladen mitzumachen und hatte auch gleich zwei hochkar\u00e4tige Referenten f\u00fcr Pr\u00e4sentationen gewinnen k\u00f6nnen, Prof. Aljo\u0161a Smoli\u0107 \u00fcber neue Entwicklungen in High Dynamic Range (HDR), Wide Color Gamut (WCG), High Frame Rate (HFR), Stereo 3D und VR\/360, sowie Oscar Rechou, CEO von Casacom mit Photonen im Wohnzimmer. Mit Martin Vollenweider treffe ich mich ca. alle zwei Monate, um m\u00f6gliche Entwicklungen der FG zu besprechen. Er hat auch organisiert, dass unsere Webseite von einer Studentin betreut wird und hat dazu auch die Finanzierung sichergestellt. Ebenso wurde unser erster \u00f6ffentlicher Workshop an der ETH Z\u00fcrich von Professoren der HTW Chur geleitet, inkl. der Organisation von Anschauungsmaterial f\u00fcr Virtual Reality Tests. Von Frau Prof. Ines Jansky wurde die SI FG MM eingeladen, m\u00f6gliche Videoprojekte in der IT-Wirtschaft aufzuzeigen und ev. auch ein entsprechendes Coaching sicherzustellen. Verschiedene Semesterarbeiten wurden danach mit grossem Elan gestartet, beispielsweise \u00fcber Cyber Security, Usability im Bankensektor oder bei Green IT.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_11642\" aria-describedby=\"caption-attachment-11642\" style=\"width: 894px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11642\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/WorkshopSet.jpg\" alt=\"AR VR MR Workshop MM\" width=\"894\" height=\"318\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11642\" class=\"wp-caption-text\">Erster \u00f6ffentlicher Workshop an der ETH Z\u00fcrich von Professoren der HTW Chur<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Vor kurzem hat SI eine Phase des Wandels durchgemacht und ihre Online-Pr\u00e4senz stark erh\u00f6ht. Neben der Erstellung einer neuen Website und der Einf\u00fchrung des Online-Magazins &#8222;SI Digital Magazine&#8220; hat sie ihre Dienstleistungen auch f\u00fcr die Fachgruppen erweitert, indem sie allen jeweils ein umfassendes Online-Paket anbietet. Sie gestalten den Multimedia-Blog , der ein integraler Bestandteil der Online-Pr\u00e4senz Ihrer Fachgruppe ist. Welche Erfahrungen machen Sie damit, Blogger zu sein und einen Blog f\u00fcr Ihre Gruppe zu haben? Welche Vorteile haben Sie mit dieser neuen Online-Pr\u00e4senz?<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein junger Doktorand von Prof. Dr. August Zehnder erz\u00e4hlte uns vor ca. 20 Jahren: \u201eWas man im Internet nicht lesen kann, das existiert nicht!\u201c Auch wenn das ein wenig \u00fcbertrieben ist, zeigt diese Aussage doch, dass wir wichtige Neuerungen f\u00fcr die Website-Besuchenden festhalten m\u00fcssen, wenn wir die Wichtigkeit dieses Fachbereiches betonen wollen. Je kompetenter uns dies gelingt, desto relevanter wird die Fachgruppe und damit auch der angestrebte Austausch &#8211; und unter optimalen Bedingungen auch die Bereitschaft zur Mitarbeit. Momentan fehlen einfach noch zwei wichtige Faktoren: Zeit und publizierende Mitglieder. Neben der Teilnahme an Fachkongressen wie z.B. ZDOK an der ZHdK, INVID in Athen oder Cyber Security Days in Fribourg fehlt vielfach die notwendige Zeit, um die Neuigkeiten zusammenzufassen und in Kurzform zu posten. Im weiteren muss auch die Auffassung noch wachsen, dass, je mehr Mitglieder sich an einem qualifizierten Blogging beteiligen, desto mehr profitieren alle Beteiligten. Wir sind auch erst dabei, profitable Kooperationen zu entwickeln. Ich bin \u00fcberzeugt, dass wenn es \u00fcber unsere Plattform m\u00f6glich sein wird, interessante Businessprojekte zu starten, dass dann zunehmend mehr Interesse f\u00fcr diese Plattform aufkommt. Teilgebiete wie z.B. MM Forensik kommen erst langsam in den Fokus der Multimedia-Schaffenden. Viele trauen sich da mangels Fachwissen noch nicht hinein. Aber die Zeit und die gravierenden Vorkommnisse arbeiten f\u00fcr uns. Wenn im Fernsehen gezeigt wird, wie einfach es heute ist, mit entsprechenden Tools Pers\u00f6nlichkeiten zu imitieren, bekommen wir regelm\u00e4ssig Anfragen, wie solcher Missbrauch zu verhindern sei.<\/em><\/p>\n<p><strong>5. SI hat das B\u00fcro von einem physischen B\u00fcro in ein virtuelles B\u00fcro umgewandelt. In der Vergangenheit gab es nur eine Person in einem physischen B\u00fcro, die als &#8222;Sekret\u00e4rin&#8220; fungierte, und jetzt gibt es ein eOffice, das aus einem Team besteht, welches durch elektronische Kommunikation zusammengehalten wird. M\u00f6glich wird dies durch neue Kommunikationstechnologien wie Skpye und Social-Networking-Plattformen wie Facebook usw.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wenn \u00fcberhaupt, inwiefern geh\u00f6ren diese zur Welt des Multimedias? Haben Sie irgendwelche Interaktionen mit dem eOffice gehabt und welche Erfahrungen haben Sie mit den Dienstleistungen gemacht, die das eOffice f\u00fcr spezielle Interessengruppen anbietet?<\/strong><\/p>\n<p><em>Zuerst war ich skeptisch. Niemand \u00e4ndert gerne seine liebgewonnenen Gewohnheiten. Dazu kamen anfangs auch einige Missverst\u00e4ndnisse, welche frustrierend wirkten. Heute, nach einer gewissen Einarbeitungszeit, funktioniert die Zusammenarbeit immer besser und einige Bereiche wurden auch verbessert. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnsche ich mir noch mehr positiven Einfluss von der Seite der Kunst. Dazu ein Beispiel: Demn\u00e4chst wird hier auch ein kurzes Video-Interview mit den zwei Informatikstudentinnen Anna K\u00e4hlin und Julia Schicker publiziert. Sie hatten beide ein Kunststudium abgeschlossen und hielten an der &#8222;SI Presidents Conference&#8220; an der ETHZ einen spannenden Vortrag \u00fcber &#8222;Digital Arts and Computer Science\u201c. Auf ihren Wunsch hin nahmen wir das Interview beim Durchqueren der grossen Halle des Hauptbahnhofs Z\u00fcrich auf. Damit sollte der dynamische Aspekt unserer heutigen Umwelt zum Tragen kommen. Abgesehen davon, dass das etwas schwieriger war, machte es auch Spass, einmal eine andere Aufnahme-Version zu probieren. Zur Nutzung des eOffice ist einfach noch zu vermerken, dass heute zwar viele neue, kreative Tools existieren, dass aber die Betreuung verschiedener Multimedia-Kan\u00e4le nach wie vor Zeit und unterschiedliche Strategien erfordert. Gerade in technisch anspruchsvollen Bereichen wie Multimedia-Informationen erwarten die Besucherinnen qualitativ hochstehende Neuigkeiten, welche nicht schon in \u00fcblichen Newslettern nachzulesen sin<\/em>d.<\/p>\n<p><strong>6.\u00a0 Wechseln wir das Thema etwas, weil ich Sie \u00fcber das Forensic Media Lab, das Sie gr\u00fcnden wollten, fragen wollte. K\u00f6nnen Sie mir erkl\u00e4ren, was ein Forensic Media Lab ist und was Sie davon erwarten, wenn so ein Lab zustande k\u00e4me?<\/strong><\/p>\n<p><em>Ich denke, dass eine \u00fcbliche Fachgruppe nicht genug Mitglieder vereinen kann. Wir haben mit einem Blog begonnen, der vermutlich noch etwas spezifischer auf MM-Forensik ausgerichtet werden sollte. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen d\u00fcrfte es etwas vom Schwierigsten sein, ein Multimedia-Produkt als Real oder Fake einstufen zu k\u00f6nnen. Ich habe hier mit einem Report begonnen, der die Entwicklung aufgezeigt hat seit der Dissertation von Tony Ezzat am Massachusets Institute of Technologie wo er aufgezeigt hat, dass er nach 5 Minuten videom\u00e4ssiger Aufnahme einer Person mittels eines Computerprogramms in der Lage ist, diese Person auf dem Bildschirm alles sprechen zu lassen, was er bestimmte. Unterdessen ist die Wissenschaft viel weiter fortgeschritten. Wie schwierig die Unterscheidung von Real und Fake heute schon ist, mag das Beispiel von zwei Bildern illustrieren: <a href=\"http:\/\/www.whichfaceisreal.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.whichfaceisreal.com\/<\/a><br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>Das von Ihnen angesprochene Lab sollte mindestens drei Anforderungen abdecken:<\/em><\/p>\n<p><em>1. Grundlagen Wissen und technische Neuigkeiten vermitteln<\/em><br \/>\n<em>2. \u00dcbungsmaterial mit eindeutigen Resultaten zum Vergleichen und Vertiefungsliteratur auff\u00fchren<\/em><br \/>\n<em>3. Pr\u00fcfungsaufgaben mit m\u00f6glichen Zertifikaten generieren<\/em><\/p>\n<p><em>Ein \u00e4hnliches Lab wurde 1997 von der George Mason University f\u00fcr den ACM (Association of Computing Machinery) im Bereich Informationssicherheit im Internet gepostet. Also sollte es \u00fcber 20 Jahre sp\u00e4ter doch auch m\u00f6glich sein, mit vereinten Kr\u00e4ften etwas Sinnvolles f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftige Jugend im Bereich Multimedia zu entwickeln. Eine einfache Graphik finden sie in beiliegendem Dokument: <a href=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Forensic_Education_Lab_Vorschlag-e1553097682272.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forensic_Education_Lab_Vorschlag_Schwyter_2.pdf<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>7. Was sind Ihrer Meinung nach &#8222;falsche Nachrichten&#8220; und was k\u00f6nnen wir tun, um uns dagegen zu verteidigen? Gibt es beispielsweise Werkzeuge, die uns helfen k\u00f6nnten festzustellen, ob ein Bild oder ein Film &#8222;echt&#8220; ist oder &#8222;gef\u00e4lscht&#8220; wurde?<\/strong><\/p>\n<p><em>Falsche Nachrichten werden in der Regel bewusst ver\u00f6ffentlicht, um die Leute zu t\u00e4uschen. Ein Grundlagenbuch dazu ist nach wie vor das Buch: &#8222;Aber wahr muss es sein, Information als Waffe&#8220;, von Peter Forster, seinerzeit der Kommandant des einzigen Informationsregimentes der Schweizer Armee &#8211; ein Buch mit vielen Praxis Beispielen.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Schweiz existieren mehrere Gruppen, welche bereits vertieftes Know-how besitzen, dieses aber nicht publizieren. Meines Wissens sind z.B. Kantonspolizei-Abteilungen schon sehr kompetent, d\u00fcrfen ihr Wissen aber nicht \u00f6ffentlich darstellen. Wo ich mir mehr Engagement und Unterst\u00fctzung w\u00fcnschte ist bei der Mitarbeit in internationalen Forschungsgremien, z.B. bei https:\/\/www.invid-project.eu\/. Weltweit haben TV-Sender erkannt, dass sie unbedingt zusammenarbeiten m\u00fcssen, weil sie sonst ins Off laufen. Bei Invid (wie in unserem Blog beschrieben) arbeiten viele grosse TV-Gesellschaften in der Forschung zusammen. Sie haben erkannt, dass z.B. BBC pro Tag \u00fcber 1000 Stunden Videomaterial zugesandt bekommt, das nie und nimmer einzeln und von Hand auf F\u00e4lschung \u00fcberpr\u00fcft werden kann, bevor Teile davon \u00fcber den Sender wieder ausstrahlt werden. W\u00fcnschenswert w\u00e4re auch, dass Mitarbeitende von grossen Graphikinstituten wie z.B. Disney Research oder Fraunhofer sich f\u00fcr Workshops bei uns zur Verf\u00fcgung stellen w\u00fcrden. Nicht mehr ganz neu aber sehr engagiert pr\u00e4sentiert ist die Arbeit der kompetenten BBC-London Journalisten, welche zu dem ber\u00fchmten &#8222;<a href=\"http:\/\/verificationhandbook.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verification Handbook<\/a>&#8220; f\u00fchrten.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Auf streng wissenschaftlicher Ebene sei hier noch die Masterarbeit von Made Ziius &#8222;Digital Forensics Next Generation Research Agenda&#8220; am Gj\u00f8vik University College in Norwegen unter Professor Dr. Bernhard M. H\u00e4mmerli erw\u00e4hnt. Darin werden die Forschungsbed\u00fcrfnisse f\u00fcr die n\u00e4chsten 5 Jahre aufgelistet. Erg\u00e4nzend m\u00f6chte ich hier noch erw\u00e4hnen, dass NIST (National Institute of Standards and Technology) unter Jim Lile ein &#8222;Verification of Digital Forensic Tools&#8220; entwickelt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>8, F\u00fcr die Leitung einer Fachgruppe ist es eine Knacknuss, eine Person oder eine Gruppe zu einem Beitritt zu \u00fcberzeugen. Interessante Veranstaltungen und gute Artikel auf dem Blog zu publizieren ist f\u00fcr jede Fachgruppe sicher wichtig. Meinen Sie, dass diese Informationen die Anzahl der Mitglieder Ihrer Gruppe erh\u00f6ht? Unabh\u00e4ngig davon, welche anderen Wege gibt es, neue Mitglieder zu finden?<\/strong><\/p>\n<p><em>Vermutlich ist es wie bei jeder Institution die wachsen m\u00f6chte: Sie muss aufzeigen, dass ihre Produkte wichtig und wertvoll sind, und zudem muss sie an geeigneten Orten informieren, sprich Werbung machen, um wahrgenommen zu werden. Da steckt unsere Arbeit mangels Kapazit\u00e4t noch in den Kinderschuhen \ud83d\ude09 Aber \u00fcber die Unterst\u00fctzung von der Hochschule Chur wird sich einiges bewegen. Wir besprechen kontinuierlich alle zwei Monate, mit welchen Aktivit\u00e4ten wir die Bed\u00fcrfnisse unseres Zielpublikums befriedigen k\u00f6nnen. Da ergeben sich jedoch auch Irrt\u00fcmer. Unser zuletzt geplanter Besuch in einem Multimedia Lab mussten wir mangels Anmeldungen absagen. Die neuste Entwicklung wird darauf hinauslaufen, dass wir mit anderen Fachgruppen mit \u00e4hnlichen Interessen gemeinsame Anl\u00e4sse organisieren werden. Das Feedback bisheriger Aktivit\u00e4ten und Pr\u00e4sentationen an SI-Anl\u00e4ssen zeigte uns aber klar den Wunsch nach informativen Workshops auf. Zunehmend mehr kommen auch Anfragen aus Politik- und Wirtschaftskreisen, wie strategische Fehlentscheide aufgrund falscher Multimedia Informationen vermeidbar seien. Momentan ist es mit geeigneten Tools noch einfach und kosteng\u00fcnstig, F\u00e4lschungen zu produzieren. Erst wenn der Gewinn daraus unter die Gestehungskosten sinken wird, wird die Zahl der t\u00e4glich produzierten F\u00e4lschungen zur\u00fcckgehen. Einfache Beispiele von F\u00e4lschungen sind zuhauf zu finden in den Pr\u00e4sentationen der MuVer2017 (1st International Workshop on Multimedia Verification at the <a href=\"https:\/\/www.invid-project.eu\/MuVer2017\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ACM Multimedia Conference<\/a>, October 23 &#8211; 27, 2017)\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>9. Die letzten Fragen konzentrieren sich auf Ihre Interaktion mit Studenten an der Fachhochshule in CHUR. Welchen Eindruck haben Sie durch den Kontakt mit einer j\u00fcngeren Generation gewonnen, und welche Rolle werden die Medien in Zukunft spielen?<\/strong><\/p>\n<p><em>Multimedia wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, aber es wird auch st\u00e4rkere Konkurrenz geben. Momentan laufen viele Bestrebungen dahin, Benutzerinnen und Benutzer in Interaktivit\u00e4ten einzubinden. Das bewirkt jedoch h\u00f6here Komplexit\u00e4t und erh\u00f6hten Aufwand. Ob das sich rechnet, wird sich zeigen. Parallel dazu stelle ich auch fest, dass viele Jugendliche vorsichtiger werden im Umgang mit multimedialen Medien, seit immer mehr Missbrauchsf\u00e4lle aufgedeckt werden. Die Ausbildungsg\u00e4nge an der Hochschule Chur erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Gerade die Kombination von Theorie mit n\u00fctzlichen Studienprojekten in der Wirtschaft wird von den Jugendlichen sehr gesch\u00e4tzt. Auch die M\u00f6glichkeit, in einer beh\u00fcteten Umgebung alle Formen der multimedialen Interaktivit\u00e4t zu \u00fcben und deren Wirkungen festzustellen, zeigt sich auch in der guten Stimmung w\u00e4hrend der Projekte. Praktisch alle Absolventen und Absolventinnen beschreiben in ihren Feedbacks, dass auch die zwanglose Organisation innerhalb fester Zeitlimiten f\u00fcr sie von unsch\u00e4tzbarem Wert waren. Die Dozierenden geben sich auch jede M\u00fche, den Unterricht auf die zuk\u00fcnftigen Anforderungen an die Studierenden auszurichten. Siehe dazu:<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.htwchur.ch\/blog\/medien-wer-informiert-sich-2020-wo-und-wie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>https:\/\/blog.htwchur.ch\/blog\/medien-wer-informiert-sich-2020-wo-und-wie\/<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>10.- Haben Sie das Gef\u00fchl, dass die Studierenden durch Kontakte mit einer \u00e4lteren Generation profitieren?<\/strong><\/p>\n<p><em>Wenn die Betreuung \/ das Coaching gut geplant ist, ist es sicher von Vorteil f\u00fcr die Studierenden. Zu beachten sind aber die relativ kurzen Zeitfenster, w\u00e4hrend denen die Projektarbeiten laufen und dass die im Projekt Involvierten auch alle ihre eigenen Pr\u00e4ferenzen haben und dass das eine Projekt nicht deren einziges Semester-Ziel ist. Mit etwas Phantasie k\u00f6nnen Coaches der \u00e4lteren Generation jedoch viel vermitteln, auch innerhalb der SI und in Fachbereichen, wo den Studierenden einfach die Kenntnis und Erfahrung fehlt. Optimal scheint es gelaufen zu sein, wenn eine oder mehrere Projektteilnehmende in einem Wettbewerb f\u00fcr ihre Arbeit eine Auszeichnung erhalten. Zum Beispiel zeigte sich in einem Einzel-Projekt, dass die Informatik-Anlage in einem international bekannten Geb\u00e4ude in den Schweizer Bergen in einem katastrophalen Zustand war. Es liess sich auch auf Hochschulebene niemand mehr finden, welcher bei einem Absturz der Anlage zuverl\u00e4ssigen Support h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Aber Ziel des Projektes w\u00e4re gewesen, genau den positiven Wert der IT-Anlage multimedial darzustellen. Wenn dank dem Video \u00f6ffentlich publik geworden w\u00e4re , dass das Bau-Projekt mit der desolaten IT-Anlage ein grosses Risiko in sich barg, w\u00e4re das Videoprojekt auch benachteiligt gewesen. Dank Vermittlung des Coaches konnte ein anderes Videoprojekt in Zusammenarbeit mit der ETH Z\u00fcrich und dem Kinderspital in Z\u00fcrich begonnen werden . F\u00fcr dieses Projekt wurde die Studentin an einem internationalen Wettbewerb ausgezeichnet und das Video wurde auch an einem \u00c4rztekongress in S\u00fcdafrika gezeigt.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Die Schweizer Informatik Gesellschaft beinhaltet rund 20 verschiedene Interessengruppen, die sich auf verschiedene Bereiche der Informatik konzentrieren. Diese Bereiche reichen von Software und Engineering bis hin zu Digital Humanities. 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