{"id":13226,"date":"2020-08-02T17:02:12","date_gmt":"2020-08-02T15:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=13226"},"modified":"2022-07-11T13:16:17","modified_gmt":"2022-07-11T11:16:17","slug":"cloud-software-innovationstreiber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/cloud-software-innovationstreiber\/","title":{"rendered":"Cloud Software als Innovationstreiber in ITK-Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (ITK) geh\u00f6rt in der Schweiz zu den gr\u00f6ssten Wirtschaftszweigen. Der Motor des anhaltenden Wachstums ist die digitale Transformation. Sie schafft st\u00e4ndig neue Trends, mit denen sich das Gesch\u00e4ft immer weiter optimieren und vergr\u00f6ssern l\u00e4sst. Dabei gilt: Wer zuerst die Entwicklungen umsetzt, macht oft die h\u00f6chsten Ums\u00e4tze und wird als Pionier gesehen. Gerade den kleinen und mittleren ITK-Unternehmen fehlt aber die Zeit f\u00fcr ein kontinuierliches Innovationsmanagement.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung f\u00fcr diese Herausforderung ist wiederum Technologie. Genauer gesagt zuverl\u00e4ssige Software, die nicht nur \u00fcber Trends spricht, sondern sie auch umsetzt. Beispiel hierf\u00fcr sind Enterprise Resource Planning Systeme, die \u00fcber die Cloud schnell die passenden Funktionen bereitstellen, um zum Beispiel Trends wie Automatisierung, Mobilit\u00e4t oder Internet of Things zu realisieren und damit die Weichen f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Gesch\u00e4ft zu stellen. Was moderne ERP-Systeme aus der Cloud liefern sollten und welchen Mehrwert sie bieten, erkl\u00e4rt der Beitrag von David Lauchenauer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.<\/p>\n<p><strong>Automatisierung: Produkte entwickeln<\/strong><\/p>\n<p>Ob online oder offline \u2013 Kundendaten sind f\u00fcr Unternehmen die neue W\u00e4hrung. Richtig genutzt, helfen sie der ITK-Branche, ein ganzheitliches Kundenbild zu ermitteln. Voraussetzung f\u00fcr diesen 360-Grad-Blick ist die zentrale und vor allem automatisierte Speicherung von Daten. Damit sind jedoch nicht nur die Kontaktdaten gemeint, sondern alle Interaktionen zwischen Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer. Nur wer an einem Ort alle Informationen zu einem Ansprechpartner hat, kann seine Kunden nachhaltig und ganzheitlich betreuen.<\/p>\n<p>Kunden nutzen nicht mehr wie noch vor einigen Jahren nur einen Kanal zur Kontaktaufnahme, sondern mehrere. Ob Mail, Web-Formular oder Telefon \u2013 an verschiedenen Touchpoints interagieren Kunden mit dem Unternehmen. Damit etwa der Support bei einem Anruf nicht nur die Telefon-Historie, sondern auch alle Mails sehen kann, ist die automatische Kontaktanlage gefragt. Sie ordnet jegliche Kommunikation einem Ansprechpartner zu. Das spart Zeit und bietet jedem Berechtigten die M\u00f6glichkeit, alle Aktivit\u00e4ten einzusehen. Mehr noch: Dank des holistischen Kundenbildes kann sich nun die Produktentwicklung ganz genau die W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse der Kunden anschauen und daraus neue Produkte und Services entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Mobilit\u00e4t: Einkaufserlebnis verbessern<\/strong><\/p>\n<p>Der Online-Handel setzt die station\u00e4ren Gesch\u00e4fte immer mehr unter Druck. Aus dem Grund \u00fcberlegen viele kleine und mittlere Unternehmen, wie sie die Kunden in die L\u00e4den locken. Dabei spielt die Digitalisierung des Point of Sales eine immer gr\u00f6ssere Rolle. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die mobile Kassenf\u00fchrung \u2013 zum Beispiel \u00fcber das Tablet. Verk\u00e4ufer k\u00f6nnen dar\u00fcber Artikel erfassen und gleichzeitig den Kunden im Laden oder Lager begleiten. Die Artikelerfassung erfolgt per Eingabe oder Bildauswahl.<\/p>\n<p>Gerade im Grosshandel lassen sich damit Kunden ohne Unterbrechung beraten. Das bringt beiden Seiten Vorteile: Der Kundenberater erh\u00e4lt mehr Zeit f\u00fcr die Betreuung und hat weniger Aufwand beim Eintippen der ausgew\u00e4hlten Ware. Die Kunden hingegen profitieren von einem optimierten Einkaufserlebnis, das auch die Kundenloyalit\u00e4t st\u00e4rkt. Am Point of Sale findet dann der Kassiervorgang statt, der dank Schnittstellen zwischen Business Software und Kassenhardware integriert abl\u00e4uft.<\/p>\n<p><strong>Internet of Things: Gesch\u00e4ftsmodelle erweitern<\/strong><\/p>\n<p>In der ITK-Branche spielt Vernetzung eine entscheidende Rolle. Ein wichtiger Treiber daf\u00fcr ist Internet of Things (kurz: IoT), also die Verkn\u00fcpfung unterschiedlicher Ger\u00e4te \u00fcber das Internet. Eine zentrale Rolle spielen dabei Sensoren, die in Ger\u00e4ten verbaut zum Beispiel Lagerbest\u00e4nde, aber auch die Beschaffenheit von Produkten messen k\u00f6nnen \u2013 und das in Echtzeit. \u00dcber das Web werden dann die gemessenen Daten an die verbundenen Systeme geschickt, zum Beispiel dem ERP-System. Dort wird entweder automatisch eine Reaktion ausgel\u00f6st oder ein Mitarbeiter pr\u00fcft den Wert und leitet die n\u00e4chsten Schritte ein.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Ein IT-Unternehmen stellt Hochleistungsrechner her. Um das Gesch\u00e4ftsfeld zu erweitern, soll ein Reparaturservice angeboten werden. Daher stattet der Hersteller seine Produkte mit erweiterten Sensoren aus, die bei Laufzeit-Problemen ein Ticket an das ERP-System senden. Nun entscheidet der Kundenservice auf Basis der Daten, ob und wie er am besten reagiert. \u00dcber weitere Automatismen erh\u00e4lt der Kunde dann beispielsweise Mails mit der Fehlermeldung und Vorschl\u00e4gen f\u00fcr Wartungstermine.<\/p>\n<p><strong>Cyber Security: Datenschutz gew\u00e4hrleisten<\/strong><\/p>\n<p>Ob Automatisierung, Mobilit\u00e4t oder IoT \u2013 alle Trends haben direkt oder indirekt mit Kundendaten zu tun. Daher brauchen diese Informationen einen besonderen Schutz. Vor allem Firmen und Betriebe, die Handelsbeziehungen nach Europa pflegen, m\u00fcssen sich an die dortigen Datenschutzregeln halten. Auch hier helfen die Systeme aus der Cloud: Um Firmen bei der Umsetzung der europ\u00e4ischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu helfen, setzen ERP-Hersteller beispielsweise auf Anonymisierungsassistenten. Dahinter steckt das unwiderrufliche \u00dcberschreiben der personenbezogenen Daten. Das bildet die technische und organisatorische Basis f\u00fcr die Einhaltung des Datenschutzes.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend dazu bieten einige Hersteller neue Tools zur Umsetzung der Aufbewahrungsfrist. Das erkennt bei Verkaufsbelegen und Vertr\u00e4gen, ob ein dazu passender Datensatz eine g\u00fcltige Aufbewahrungsfrist besitzt oder nicht. Mit diesen Funktionen sind Firmen nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite, sondern auch in Bezug auf den Admin-Aufwand. Dieser verringert sich und schafft wiederum Zeit, sich dem Tagesgesch\u00e4ft oder weiteren Optimierungsm\u00f6glichkeiten zu widmen.<\/p>\n<p><strong>Fazit: Innovative Unternehmen brauchen innovative Software <\/strong><\/p>\n<p>Die Digitalisierung verlangt Schnelligkeit. Das gilt auch in der Umsetzung von aktuellen Trends und Entwicklungen. Das gilt nicht nur f\u00fcr die ITK-Unternehmen, sondern auch f\u00fcr die Software, die sie einsetzen. Dabei m\u00fcssen die L\u00f6sungen vor allem mobil, flexibel, skalierbar und zuverl\u00e4ssig sein, um Anwendern die Arbeit zu erleichtern und Kunden einen Mehrwert zu bieten.<\/p>\n<p>Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sollten Firmen pr\u00fcfen, welcher Trend f\u00fcr sie der wichtigste ist und ob das bestehende System diesen schon bedient. Ist das nicht der Fall, gilt es im ersten Schritt, Anforderungen zu definieren, mit denen dann der richtige Partner gefunden werden kann. Umso mehr Zeit in diese Vor\u00fcberlegung fliesst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlinvestitionen und desto gr\u00f6sser die Chance, in k\u00fcnftiges Wachstum zu investieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (ITK) geh\u00f6rt in der Schweiz zu den gr\u00f6ssten Wirtschaftszweigen. Der Motor des anhaltenden Wachstums ist die digitale Transformation. 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