{"id":13711,"date":"2021-01-29T11:20:16","date_gmt":"2021-01-29T10:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=13711"},"modified":"2021-02-03T12:53:00","modified_gmt":"2021-02-03T11:53:00","slug":"cas-informatik-weiterbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/cas-informatik-weiterbildung\/","title":{"rendered":"Interview: Studiengang CAS \u201eInformatik und Informatikdidaktik in der Weiterbildung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Das Fach \u201eMedien und Informatik\u201c im Lehrplan 21 erm\u00f6glicht der Informatik den Einzug in das Schweizer Bildungssystem. Die Realisierung dieser Chance in der Praxis erweist sich als \u00e4usserst schwierig. So haben zum Beispiel mehrere p\u00e4dagogische Hochschulen wenige ausgebildete Informatiker und Informatikerinnen, an einigen gibt es keine einzige Fachperson. Die Folge ist, dass der Informatikanteil in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen dem eigentlich notwendigen Anteil nicht entspricht. Dar\u00fcber hinaus reduziert sich der Informatikunterricht auf die Darstellung von Fakten. Diese faktologische Vermittlung wird schliesslich erg\u00e4nzt durch Ber\u00fchrungen informatischer Konzepte lediglich an der Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eBilden wir die Erfinderinnen und Gestalter der Informationstechnologie, nicht nur ihre Konsumenten!\u201c bietet die P\u00e4dagogische Hochschule Graub\u00fcnden (PHGR) in Zusammenarbeit mit der ETH Z\u00fcrich den ersten Studiengang CAS \u201eInformatik und Informatikdidaktik<em>\u201c<\/em> f\u00fcr die Lehrpersonen der obligatorischen Schule an. Die L\u00fccke in der Weiterbildung zu schliessen, die Vermittlung fachspezifischer didaktischer Kompetenzen und die Verankerung der Informatik als MINT-Fach in der Schule bilden das angestrebte Ziel.<\/p>\n<p>Der CAS-Studiengang \u201eInformatik und Informatikdidaktik\u201c startet in diesem Schuljahr! Wir sprechen mit Dr. Gian-Paolo Curcio, Rektor der PH Graub\u00fcnden, und mit dem Leiter dieses Studienganges Dr. Dennis Komm. Einige Studierende berichten \u00fcber ihre Eindr\u00fccke bez\u00fcglich dieses neuen Studienganges, \u00fcber ihre Motivation und Erwartungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/erste-cas-informatik-und-informatikdidaktik-in-der-weiterbildung\/cas-inf\/\" rel=\"attachment wp-att-13738\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13738 size-large\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf-1024x511.jpg\" alt=\"Dr. Gian-Paolo Curcio, Rektor der P\u00e4dagogischen Hochschule Graub\u00fcnden\" width=\"1024\" height=\"511\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf-1024x511.jpg 1024w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf-300x150.jpg 300w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf-768x383.jpg 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf-1536x766.jpg 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/cas-inf.jpg 1564w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>I<\/h3>\n<h3><strong>Interview mit Dr. Gian-Paolo Curcio, Rektor der P\u00e4dagogischen Hochschule Graub\u00fcnden (PHGR)<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Was sind die Zielsetzungen und Erwartungen dieses CAS-Studienganges?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gian-Paolo Curcio, Rektor der PHGR:<\/strong> In fast allen Berufen und T\u00e4tigkeitsbereichen der Zukunft werden grundlegende Informatikkompetenzen immer selbstverst\u00e4ndlicher zum Anwendungsprofil geh\u00f6ren. Mit dem Lehrplan 21 und dem Fach Medien und Informatik wird auf diese Entwicklung reagiert. Dementsprechend wird die Informatik in allen drei Zyklen der Volksschule unterrichtet.<\/p>\n<p>Im Studiengang CAS \u00abInformatik und Informatikdidaktik\u00bb, der als Kooperation zwischen der PH Graub\u00fcnden und der ETH Z\u00fcrich angeboten wird, werden die Lehrplan-21-Kompetenzen der Informatik im Detail thematisiert und ihre Vermittlung ins Zentrum gestellt. Unsere Lehrg\u00e4nge bestehen aus drei bzw. vier Modulen, in denen zudem auch praktische Erfahrungen gesammelt werden. Der CAS bef\u00e4higt die Absolventinnen und Absolventen zu einem konstruktiven, f\u00e4cherintegrierten sowie stufengerechten Informatikunterricht in allen drei Zyklen der Volksschule.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Warum kombiniert man in dieser Weiterbildung die Informatik nicht mit den Medien, wie es andere deutschschweizer Kantone tun?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gian-Paolo Curcio:<\/strong> F\u00fcr die Trennung sprechen drei Gr\u00fcnde: Erstens kann das Schulfach Medien und Informatik als Integrationsfach bezeichnet werden, welches aus zwei Disziplinen besteht, den Medienwissenschaften und den Informatikwissenschaften. Die Medienbildung verorten wir an der PHGR als Dom\u00e4ne zu den Erziehungswissenschaften, die Informatik als Grundfertigkeit der Ingenieurwissenschaften zur Mathematik. Zweitens erfordert ein fundierter Unterricht mit stufengerechtem, didaktischem Aufbau von den Lehrpersonen ein hohes Mass an fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen. Die jeweilige Fachwissenschaft mit der dazugeh\u00f6rigen Fachdidaktik steht in einem interdependenten Verh\u00e4ltnis zueinander. Das Verstehen und Erschliessen der fachwissenschaftlichen Inhalte stellt dabei nach unserem Daf\u00fcrhalten eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung dar. Um die erforderliche inhaltliche Tiefe erreichen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt es entsprechende zeitliche Ressourcen sowie eine inhaltliche Fokussierung. Drittens haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele Lehrpersonen sich entweder f\u00fcr die Medienbildung oder die Informatik interessieren und sich in einem dieser beiden Bereiche weiterbilden m\u00f6chten. Dementsprechend bieten wir auch Zertifikatslehrg\u00e4nge an, welche sich spezifischer auf den Bereich Medienbildung ausrichten.<\/p>\n<p>Wie eingangs erw\u00e4hnt, leistet das Schulfach Medien und Informatik im Rahmen der digitalen Transformation einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Gesellschaft. Damit die Lehrerinnen und Lehrer ihre Aufgabe optimal wahrnehmen k\u00f6nnen, wird der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen h\u00f6chste Beachtung geschenkt.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Welchen Stellenwert hat die Kooperation zwischen der ETH Z\u00fcrich und der PH Graub\u00fcnden? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gian-Paolo Curcio:<\/strong> Die PH Graub\u00fcnden ist mittlerweile seit elf Jahren erfolgreich im Bereich Programmieren im Unterricht, in MINT-F\u00f6rderungsprojekten sowie zusammen mit der ETH Z\u00fcrich in der Weiterbildung t\u00e4tig. Erfolgreich sind wir darum, weil Praxis und Theorie sich auf Augenh\u00f6he begegnen und durch die Lehre, Forschung und Entwicklung an der PH Graub\u00fcnden optimal unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>Interview mit Teilnehmenden des ersten Studienganges CAS \u201eInformatik und Informatikdidaktik\u201c an der PHGR in Kooperation mit der ETH Z\u00fcrich<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Sie haben sich f\u00fcr den Zertifikatslehrgang f\u00fcr Informatik und Informatikdidaktik entschieden. Was hat Sie motiviert und was f\u00fcr Erwartungen hatten Sie?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Norbert Oswald: <\/strong>Als ich vor mehr als 24 Jahren meine Ausbildung zum Sekundarlehrer begonnen habe, war Informatik in der Lehrerausbildung noch kein Thema. In der Praxis haben wir damals den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern haupts\u00e4chlich Anwenderwissen zu Office- oder Videoschnittprogrammen vermittelt und Tastaturschreiben unterrichtet. Im Laufe der Zeit habe ich dann begonnen, Informatik mit Fokus aufs Programmieren als Wahlfach zu unterrichten.<\/p>\n<p>Aber auch das wird nat\u00fcrlich der Wissenschaft Informatik nicht gerecht und deckt nur einen Aspekt dieses vielseitigen und interessanten Faches ab. Mit dem neuen Lehrplan 21 ist die Informatik mit dem Fach \u201eMedien und Informatik\u201c endlich in die Stundentafel integriert worden. Und somit sind auch die Anforderungen an die SuS und Lehrpersonen stark gestiegen. Neben meinem pers\u00f6nlichen Interesse und meiner Neugier an dem Fach hat mich auch das dazu bewogen, diese zus\u00e4tzliche Ausbildung zu beginnen.<\/p>\n<p><strong>Anja Bosshard: <\/strong>Verschiedene! Einmal wird dieses Jahr der Lehrplan 21 im Kanton Aargau eingef\u00fchrt. F\u00fcr mich war es ein MUSS, eine Informatikweiterbildung zu finden. Da ich an den Universit\u00e4ten Z\u00fcrich, Johns Hopkins, Baltimore, USA, und Cambridge, England, studiert hatte, fand ich es ein absolutes Geschenk, dass ich \u201eohne Voraussetzungen\u201c eine Weiterbildung in Informatik mit dem G\u00fctesiegel der ETH besuchen darf. Ich war und bin hellbegeistert, nat\u00fcrlich auch gefordert. Meine geistige Heimat ist in den Literaturwissenschaften, der Linguistik und Philosophie verwurzelt.<\/p>\n<p><strong>Tamara Pirker: <\/strong>Ich unterrichte seit mittlerweile 12 Jahren auf der Sekundarstufe 1 Mathematik, Natur und Technik sowie Medien und Informatik. Ich habe mich Anfang 2020 dazu entschieden, eine Weiterbildung im Bereich Informatik zu machen, die nicht einfach nur einen Abend dauert, sondern die mir mehr Inhalte bietet. Mein n\u00e4chster Schritt war, dass ich das Weiterbildungsangebot verschiedener p\u00e4dagogischer Hochschulen angeschaut habe. Der Grund, wieso ich dann am CAS Informatik und Informatikdidaktik der PH Graub\u00fcnden \/ ETH Z\u00fcrich h\u00e4ngen geblieben bin, ist, dass mich der Praxisbezug und die Modulbeschreibungen \u00fcberzeugt haben. Es versprach vielf\u00e4ltige und sehr praxisnahe Inhalte, aber trotzdem nicht zu viele Themen. Ich konnte mir gut vorstellen, dass wir einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Informatik und Didaktik erhalten, ohne dass das Programm \u00fcberladen ist, aber wir dennoch viel Wissenswertes vermittelt bekommen.<\/p>\n<p>Dies waren bzw. sind auch meine Erwartungen. Ich m\u00f6chte gerne mein Hintergrundwissen zur Informatik und Informatikdidaktik erweitern und die gelernten Inhalte in meinem Unterricht umsetzen bzw. meinen Unterricht aufgrund der hinzugewonnenen Kompetenzen ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Sind Sie mit dem bisherigen Verlauf und dem bislang Erlernten zufrieden? Was hat Ihnen am meisten gefallen? Was w\u00fcrden Sie sich w\u00fcnschen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Norbert Oswald: <\/strong>Mit dem bisherigen Verlauf bin ich sehr zufrieden. Vor allem das Entwickeln von L\u00f6sungsstrategien und der geschichtliche Aspekt sind sehr interessant. Mir war nicht bewusst, dass die Informatik so eng mit der kulturellen Entwicklung der Menschheit verbunden ist und nicht erst mit der Entwicklung der ersten Computer entstanden ist.<\/p>\n<p>Die Prinzipien der Informatik ohne Computer, quasi \u201eoffline\u201c zu vermitteln, finde ich einen interessanten und auch reizvollen Ansatz. Er verbessert das Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie die Methoden genau funktionieren. Trotzdem w\u00fcnschte ich mir eine st\u00e4rkere Einbindung des Computers, um diese Prinzipien zu erproben. Denn gerade die praktische Arbeit ist f\u00fcr die SuS meiner Ansicht nach motivierender, wenn man die Lernenden in die Lage versetzt, dieselben Probleme auch mit dem Computer l\u00f6sen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Tamara Pirker: <\/strong>Ich bin mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Die Dozierenden nehmen sich viel Zeit f\u00fcr uns, um unsere Fragen zu beantworten und unsere Anliegen in ihren Unterricht aufzunehmen. Sie k\u00fcmmern sich sehr um uns und dass unsere W\u00fcnsche in ihrem Modul Platz haben.<\/p>\n<p>Ich denke, dadurch, dass wir eine kleine Gruppe sind, ist es auch viel \u201efamili\u00e4rer\u201c, und wir k\u00f6nnen sowohl vom Wissen sowie von den Erfahrungen der Dozierenden als auch der anderen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer profitieren.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir weiterhin solch motivierte Dozierende, die sich um unsere Anliegen und Fragen k\u00fcmmern, wie es bisher der Fall war. Zudem ist mir wichtig, dass der Bezug zum Unterricht vorhanden ist und ich das Gelernte in meinen Alltag einbeziehen kann.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Haben Sie schon Erfahrungen machen k\u00f6nnen mit der Anwendung des Erlernten? K\u00f6nnen Sie dar\u00fcber berichten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Norbert Oswald: <\/strong>Gerade im Programmieren sind Fehlvorstellungen von SuS interessant. H\u00e4ufig versuchen die SuS mathematische Prinzipien auf die Informatik zu \u00fcbertragen, was zu Problemen f\u00fchren kann. So ist zum Beispiel das Zeichen \u201e=\u201c in der Programmiersprache Python ein Zuweisungsbefehl und ist nicht gleichbedeutend mit dem Gleichheitszeichen in der Mathematik.<\/p>\n<p>Das CAS hat mich darauf sensibilisiert, auf solche Fehlvorstellungen der SuS zu achten, sie sichtbar zu machen und mit ihnen korrekte Vorstellungen zu entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Chantal Birchler: <\/strong>Ich habe schon einige Erfahrungen mit der Anwendung von TigerJython und den \u201eBiberkarten\u201c machen k\u00f6nnen. Gleich nach den Herbstferien habe ich mit dem Programmieren mit TigerJython mit vier Klassen begonnen. Dabei handelt es sich um zwei 1. Sekundarklassen, eine 1. Realklasse und die 1. Talentklasse, welche eine gemischte Klasse mit Sek- und Realniveau ist. Die SuS haben mit grosser Freude programmiert und auch zuhause an der Programmierung gearbeitet. Es sind sehr viele kreative Figuren entstanden. Ich konnte sehr gut binnendifferenzieren. Somit bekamen alle SuS ein ansprechendes bis sehr gutes Ergebnis. Ich habe daf\u00fcr vier Lektionen im Unterricht eingesetzt und zwei Lektionen waren als Arbeitsauftrag als Hausaufgaben zu erledigen. Teilweise programmieren die SuS jetzt noch mit TigerJython zuhause und zeigen mir dann im Unterricht ihre Ergebnisse. Die Biberkarten habe ich teilweise f\u00fcr Lektionseinstiege benutzt, um unterschiedliche L\u00f6sungsstrategien zu erarbeiten.<br \/>\n<strong><br \/>\nTamara Pirker: <\/strong>Bisher habe ich noch nichts 1:1 umgesetzt. Ich nehme das Erlernte mit in meine Unterrichtsplanung und \u00fcberdenke damit meine Gestaltung des Unterrichtes.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Was w\u00fcrden Sie den Lehrpersonen sagen, die mit dem Gedanken spielen, das CAS zu erwerben?<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Norbert Oswald: <\/strong>Ich kann es nur empfehlen. Es lohnt sich, sich mit der vielseitigen und spannenden Wissenschaft auseinanderzusetzen. Allzu oft bleiben wir im Informatikunterricht nur an der Oberfl\u00e4che haften, indem wir \u201enur\u201c Anwenderwissen vermitteln und wichtige Konzepte und Prinzipien der Informatik unerw\u00e4hnt lassen. Da die Informatik aber in unserem Alltag eine immer wichtigere Rolle \u00fcbernimmt und immer bedeutsamer wird, ist es unerl\u00e4sslich, dass wir Lehrpersonen diesen Ball aufnehmen, uns weiterbilden und so den SuS bedeutsames Wissen und Kompetenzen vermitteln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das CAS vermittelt tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Grundlagen dieser sich schnell entwickelnden Wissenschaft und bietet das R\u00fcstzeug f\u00fcr abwechslungsreichen und kompetenten Unterricht.<\/p>\n<p><strong>Anja Bosshard: <\/strong>In diesem ersten CAS haben sich meiner Meinung nach herausragend sympathische und wissbegierige Phil-2-Lehrpers\u00f6nlichkeiten gefunden. (Ich bin da Aussenseiterin.) Wegen Corona hatte man leider nicht so sehr die Gelegenheit einander besser kennen zu lernen und ein Netzwerk aufzubauen.<\/p>\n<p><strong>Chantal Birchler: <\/strong>Das CAS bringt viel Hintergrundwissen im Bereich Informatik und verhilft zu vernetztem Denken. Es ist eine Bereicherung f\u00fcr die Teilnehmenden und erweitert die Kompetenzen im Unterrichten des Faches Informatik.<\/p>\n<p><strong>Tamara Pirker: <\/strong>Ich w\u00fcrde der Lehrperson sagen, dass das CAS Informatik und Informatikdidaktik eine gute Wahl ist, wenn sie ein breiteres Wissen in diesem Bereich erlangen m\u00f6chte und den Austausch mit anderen Lehrpersonen zu Informatikthemen sucht. Die bisherigen Inhalte sind sehr gut aufgebaut und es wird immer darauf geachtet, dass wir Studierenden selbst Aufgaben l\u00f6sen und somit das Geh\u00f6rte direkt umsetzen k\u00f6nnen. Wir werden gefordert, aber auch sehr gut gef\u00f6rdert. Der zeitliche Aufwand passt f\u00fcr mich pers\u00f6nlich zu den geforderten ECTS. Ich w\u00fcrde mich wieder f\u00fcr diesen CAS entscheiden und bin schon gespannt auf die noch folgenden Module.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>Interview mit Dr. Dennis Komm, Leiter des CAS-Studienganges \u201eInformatik und Informatikdidaktik\u201c an der PHGR in Kooperation mit der ETH Z\u00fcrich<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Wie beurteilen Sie den Erfolg des bereits durchgef\u00fchrten Teils? Entsprechen die Erfahrungen, die Sie bis heute gemacht haben, Ihren Erwartungen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Dennis Komm, Leiter des CAS-Studienganges \u201eInformatik und Informatikdidaktik\u201c an der PHGR:<\/strong> Der anf\u00e4ngliche Kenntnisstand der Teilnehmenden war sehr unterschiedlich. Zwar haben wir mit einer heterogenen Gruppe gerechnet, aber ich muss gestehen, dass die Unterschiede etwas gr\u00f6sser waren, als ich anf\u00e4nglich angenommen hatte. Wir haben teilweise unterschiedliche Gruppen innerhalb der Module gebildet, um L\u00fccken zu schliessen. Die Fortschritte, die einige Teilnehmende gemacht haben, beeindrucken mich sehr. Mindestens genauso sehr beeindrucken mich allerdings die Teilnehmenden selber. Es ist wirklich sehr bereichernd, mit solchen Pers\u00f6nlichkeiten zusammenzuarbeiten und die Atmosph\u00e4re in den Modulen \u00fcbertrifft meine Erwartungen um ein Vielfaches.<\/p>\n<p><strong>Elke B\u00fclow: Wie sehen Sie die Zukunft des Programms?<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<strong>Dr. Dennis Komm:<\/strong> Wir werden f\u00fcr eine zweite Durchf\u00fchrung sicherlich einige kleinere \u00c4nderungen vornehmen, aber sind mit der bereits durchgef\u00fchrten H\u00e4lfte sehr zufrieden. Ich bin \u00fcberzeugt davon, dass wir am Ende eine \u00e4hnliche Bilanz ziehen werden. Das Programm wird sicherlich in einer sehr \u00e4hnlichen Form wieder angeboten &#8211; wir freuen uns bereits jetzt sehr darauf!<\/p>\n<p><em>Anmerkung der Redaktion: Die Interviews wurden digital gef\u00fchrt. Aus redaktionellen Gr\u00fcnden erfuhren die Beitr\u00e4ge der Teilnehmenden an dem CAS-Studiengang \u201eInformatik und Informatikdidaktik\u201c eine K\u00fcrzung. Wir bedanken uns bei allen Interviewpartnern f\u00fcr ihr Engagement!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fach \u201eMedien und Informatik\u201c im Lehrplan 21 erm\u00f6glicht der Informatik den Einzug in das Schweizer Bildungssystem. Die Realisierung dieser Chance in der Praxis erweist sich als \u00e4usserst schwierig. So haben zum Beispiel mehrere p\u00e4dagogische Hochschulen wenige ausgebildete Informatiker und Informatikerinnen, an einigen gibt es keine einzige Fachperson. 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