{"id":9158,"date":"2018-05-01T12:07:14","date_gmt":"2018-05-01T10:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=9158"},"modified":"2019-02-17T18:09:25","modified_gmt":"2019-02-17T17:09:25","slug":"von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/","title":{"rendered":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hoch \u00fcber uns schreitet sie in grossen Schritten einher: die \u201eDigitalisierung\u201c. Ein unscheinbares Wort, ein geradezu verharmlosender Begriff, der in aller Munde und H\u00e4nden ist, ohne das sich jedoch die meisten der Tiefe seiner Auswirkungen auf unsere Gesellschaft bewusst sind. Wohl deshalb, weil der Begriff nicht bis zu ihren K\u00f6pfen vorgedrungen ist, jedenfalls nicht im Kern. W\u00e4re er dies, so w\u00fcrde sich ein Riesenpotenzial zeigen, er\u00f6ffnet durch die Schaffung eines geistigen Paralleluniversums, losgel\u00f6st von materiellen, \u00f6rtlichen und zeitlichen Zw\u00e4ngen, im Endeffekt nur beschr\u00e4nkt durch die Grenzen menschlichen Vorstellungsverm\u00f6gens.<\/p>\n<p>Begonnen hat alles ziemlich unauff\u00e4llig mit \u201eDigitaluhren\u201c, deren Digitalanzeigen die klassischen Zeiger (\u201eDigits\u201c) und ihre durch feinmechanische Kunstwerke kontinuierlich gesteuerten Bewegungen auf einen Schlag \u00fcberholt haben, auch wenn Liebhaber bis heute auf mechanische Uhren schw\u00f6ren. Die Situation ist symptomatisch f\u00fcr die digitale Revolution: das geistige Paralleluniversum ersetzt nicht das klassische, es erg\u00e4nzt es, allerdings um Konstrukte mit hundert-, tausend- und millionenfachem Potenzial im Vergleich mit ihren klassischen Entsprechungen. Auf der Hand liegende, best\u00e4tigende Beispiele sind etwa email vs. Post, Kindle vs. B\u00fccher, Amazon vs. Kaufh\u00e4user, Uber vs. Taxis, Spotify vs. CDs, Facebook vs. Veranstaltungen, ebookers vs. Reiseb\u00fcros, Internet vs. Zeitungen, Radio und Fernsehen, Kreditkarten vs. Geldautomaten, eID vs. Passb\u00fcchlein, Blockchain und Bitcoins vs. Banken und Treuh\u00e4nder etc. etc.<\/p>\n<p>Die Entwicklung des Digitalen Paralleluniversums ging und geht Hand in Hand mit der Entwicklung des Computers und der dazu geh\u00f6rige Wissenschaft, der Informatik, d. h. mit der Wissenschaft der von Menschen programmierten, automatisch gesteuerten und superschnellen Verarbeitung von m\u00f6glicherweise riesigen Datenmengen. Aktuelle Schlagworte daf\u00fcr sind \u201eAutomatisierung\u201c und \u201eBig Data\u201c. Pl\u00f6tzlich l\u00e4sst sich die Intelligenz eines einzigen, hoch entwickelten, programmierenden Gehirns im Nu auf die ganze Welt \u00fcbertragen und so die kollektive F\u00e4higkeit der Gesellschaft stufenweise erh\u00f6hen, so wie es beispielsweise Google mit seiner Suchmaschine auf besonders wirkungsvolle und nachhaltige Weise vorgemacht hat.<\/p>\n<p>Worin liegt nun aber die Bedeutung all dessen f\u00fcr die Zielgruppe dieses Editorials, die so genannten kleinen und mittelgrossen Unternehmen, kurz KMU genannt? Um die nachfolgend dargelegten Gedanken und Ueberlegungen zur Beantwortung dieser Frage gleich zu Beginn auf eine metaphorische Grundlage zu stellen, kommt mir ein Zitat des Philosophen Richard David Precht \u00e4usserst gelegen. In einem k\u00fcrzlich durch den Deutschlandfunk ausgestrahlten Interview hat er den Entscheidungstr\u00e4gern unserer Arbeitswelt zum Vorwurf gemacht hat, dass sie immer noch damit besch\u00e4ftigt seien \u201edie Liegest\u00fchle auf der Titanic umzudekorieren\u201c, also mit einer, wenn auch m\u00f6glicherweise wirkungsvollen, Verbesserung in der klassischen Welt, statt sich im Geiste in die Digitale Parallelwelt zu versetzen. Dass die klassische Welt wie die Titanic dem Untergang geweiht ist, erlaube ich mir allerdings zu bezweifeln.<\/p>\n<p>Ohne den geringsten Zweifel steht dagegen fest, dass die Bedeutung der Computertechnologie in der Gesch\u00e4ftswelt seit langem bekannt ist. Vor ziemlich genau 50 Jahren im Jahre 1968 half ich als neuer Mitarbeiter der damaligen Swissair bei der Entwicklung eines Systems mit, welches die weltweite, rund-um-die-Uhr laufende Flugreservationsaktivit\u00e4t \u201ecomputerisieren\u201c sollte. Die bis dahin verwendete, manuelle Methode mit Hunderten von Eintr\u00e4gen auf riesigen, vollgeschriebenen Anzeigetafeln rund um die Welt und Agenten, die sich mit darauf gerichteten Feldstechern ein Bild vom aktuellen Stand der Dinge zu machen versuchten, war an ihre Grenzen gestossen und dar\u00fcber hinaus. W\u00e4hrend der Entwicklung des neuen Systems wurde denn auch alsbald klar, dass ein Fallback auf die alte Methode im Falle eines Scheiterns des Projektes unm\u00f6glich w\u00e4re. Dies bereitete den Verantwortlichen viele schlaflose N\u00e4chte, zumal das Projekt in Anbetracht der Forderung nach Echtzeitdatenverarbeitung Neuland betrat und deshalb ziemlich risikobehaftet war.<\/p>\n<p>So innovativ dieses und \u00e4hnliche Computerprojekte in der Pionierzeit auch gewesen sein m\u00f6gen, so klar muss gesagt sein, dass die wahre Innovation der Digitalen Revolution nicht in der noch so raffinierten Verwendung des Computers zur Unterst\u00fctzung des klassischen Gesch\u00e4fts (also Prechts Redesign der Liegest\u00fchle) liegt, sondern in der Zentralisierung seiner Bedeutung f\u00fcr das Gesch\u00e4ft selbst. Innovative Gesch\u00e4ftsmodelle und Produkte sind solche, die ohne Computer unm\u00f6glich wenn nicht sogar undenkbar w\u00e4ren. Im Laufe der Zeit hat sich der Computer mit der Informatik und der \u201eInformationstechnologie\u201c (IT) im R\u00fccken von seiner urspr\u00fcnglich rein unterst\u00fctzenden und begleitenden Rolle sukzessive zum eigentlichen Treiber von Gesch\u00e4ftsmodellen und Produkteideen hochgearbeitet.<\/p>\n<p>Eng mit dieser Denkweise und der Sichtweise eines geistigen Paralleluniversums verbunden ist die Vorstellung, was denn vermarktbare Produkte im Digitalen Zeitalter \u00fcberhaupt sind. Der oft Paul Getty zugeschriebene Aphorismus \u201eInformation is the Oil oft the New Century\u201c trifft den ber\u00fchmten Nagel auf den Kopf: Werte und G\u00fcter des Digitalen Zeitalters sind h\u00e4ufig immateriell, sie beruhen auf \u201eSoft Factors\u201c wie Information, Funktionalit\u00e4t oder Vertrauen. Immaterielle Produkte sind Informationsinhalte in irgend einer Gestalt oder auf Information bzw. auf deren Interpretation beruhende Dienstleistungen. Ich selbst ertappe mich gelegentlich dabei, dass ich eine Buchhandlung oder ein Mediengesch\u00e4ft nicht mit der Absicht betrete ein Produkt zu kaufen, sondern um zu erkunden was es denn so alles Neues gibt. Ich m\u00f6chte also in erster Linie Information erwerben, nicht materielle Produkte. Dass ich jeweils oftmals dennoch etwas kaufe, soll hier allerdings nicht verschwiegen werden und m\u00f6ge den betreffenden Gesch\u00e4ften als Inspiration dienen. Weitere Beispiele immaterieller Marktprodukte sind Medienproduktionen, funktionale Software, h\u00e4ufig in Form von \u201eApps\u201c (Anwendungen), aber auch Produkte mit inneren, durch Legitimation und entsprechendes Vertrauen begr\u00fcndeten Werten, beispielsweise Zertifikate, Lizenzen, Bewilligungen, Zugangscodes und dergleichen.<\/p>\n<p>Mit der erweiterten Vorstellung des Produktbegriffs sind die Chancen des Digitalen Universums allerdings noch lange nicht ausgesch\u00f6pft. Eine Hierarchiestufe \u00fcber den Produkten stehen die Gesch\u00e4ftsmodelle. Auch auf dieser Stufe sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Ein innovatives Gesch\u00e4ftsmodell, welches besondere Beachtung verdient, betrifft die Vermarktung von Medienprodukten. Dank findiger Geister wie Spotify et al. werden Songs und Filme im Digitalen Zeitalter nicht mehr als materielle CDs und DVDs erworben, sondern im Abonnement via \u201eStreaming\u201c auf Computer, Handys, Players etc. heruntergeladen, jederzeit und \u00fcberall. Das Gesch\u00e4ftsmodell hat sich beim Uebergang ins Digitale Universum dermassen grundlegend ver\u00e4ndert, dass die Branche gar von Rettung spricht. Als weiteres Beispiel eines innovativen Gesch\u00e4ftsmodells sei das so genannte \u201eNetwork Marketing\u201c erw\u00e4hnt, welches sich die Kraft der Vernetzung und der Hierarchie zunutze macht und in Kombination mit moderner IT Technologie zur vollen Bl\u00fcte kommt. Eine Firma dieser Art ist beispielsweise PM. Allerdings ist in diesem Segment besondere Vorsicht geboten, weil der Schritt zu illegalen \u201eSchneeballsystemen\u201c ein winziger ist.<\/p>\n<p>Immaterielle G\u00fcter besitzen gegen\u00fcber ihren materiellen Gegenst\u00fccken ein paar gewichtige Vorteile, die so offensichtlich sind, dass sie oftmals gar nicht oder viel zu wenig explizit wahrgenommen werden, sodass das zugeh\u00f6rige Marktpotenzial brach liegen bleibt. Da sowohl die Produktion immaterieller G\u00fcter als auch deren Versand im Wesentlichen ebenso entfallen wie der Alterungsprozess, ist die Kundschaft stets gewissermassen nur einen einzigen Mausklick von der Produktion entfernt, auch wenn in Tat und Wahrheit Jahre und Zehntausende von Kilometern dazwischen liegen. Damit er\u00f6ffnet sich f\u00fcr Unternehmen, welche immaterielle Produkte vermarkten, eine riesige Chance zur Steigerung des Gesch\u00e4ftserfolge, die Chance einer besonders intensiven Kundenbeziehung, im Acronymslang oft auch B2C genannt. Unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr deren Nutzung ist allerdings eine effiziente Vernetzung, welche dann den drei zentralen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten gleichzeitig dient: der Produktelieferung, dem Kundenkontakt und der Werbung.<\/p>\n<p>A propos Werbung: Das uralte Sprichwort \u201eDer Kuckuck w\u00e4r\u00b4nicht so bekannt, h\u00e4tt\u00b4 er sich nicht so oft genannt\u201c gilt in nicht minderem Ausmass auch in der Digitalen Parallelwelt. Von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die von Marketingfachleuten h\u00e4ufig zitierte \u201eValue Innovation\u201c eines Produktes ist das \u201eBranding\u201c. Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Produkteapps. Wie die Erfahrung zeigt, l\u00e4sst sich mit Apps eine als besonders intensiv empfundene, produktbezogene Beziehung zwischen Unternehmen und Kundschaft herstellen.<\/p>\n<p>Noch eine substanzielle Stufe weiter im B2C des Digitalen Universums gehen so genannte \u201eElektronische Assistenten\u201c oder \u201eChatbots\u201c, eine Auspr\u00e4gung des Megatrends der \u201eVirtualisierung\u201c. Solche virtuellen Assistenten k\u00fcmmern sich nicht nur um das Marketing und den Verkauf (einzelne Automarken bieten bereits heute virtuelle Probefahrten mit ihren Fahrzeugen an), sondern auch um den Kundendienst. IBM\u00b4s Watson Programm mit seiner beeindruckenden Portion an \u201eK\u00fcnstlicher Intelligenz\u201c zeigt bereits heute, dass diese Vision keineswegs unrealistisch ist.<\/p>\n<p>Obwohl die Bedeutung immaterieller G\u00fcter im Digitalen Zeitalter nicht genug betont werden kann, m\u00f6chte ich dem Irrtum vorbeugen, dass materielle G\u00fcter im Digitalen Universum kein Entwicklungspotenzial mehr haben. Ein gutes Beispiel eines innovativen, erfolgreichen, materiellen Produktes im Digitalen Zeitalter liefert das Unternehmen Code41 mit seinen mechanischen Uhren. Das Unternehmen wurde im Jahre 2016 als erfolgreicher \u201eKickstarter\u201c auf der Basis von \u201eCrowd Funding\u201c (Schwarmfinanzierung) gegr\u00fcndet. Grundlage des Erfolges ist hier wohl die Positionierung des Produktes als \u201eSchweizer Hochqualit\u00e4t im zug\u00e4nglichen Preissegment\u201c, in Kombination mit der Nutzung der Marktl\u00fccke der bereits fr\u00fcher erw\u00e4hnten Liebhaber mechanischer Uhren. Und nat\u00fcrlich auch die proaktive Pr\u00e4senz in den Sozialen Medien. Weitere, offensichtliche Beispiele innovativer, materieller Produkte sind miniaturisierte Computer und elektronische Gadgets aller Arten und Auspr\u00e4gungen, zum Beispiel f\u00fcr Anwendungsbereiche wie\u00a0 Unterhaltung, \u201eGamification\u201c, Gesundheit, Wellness und Fitness, die sich als wahre Goldgruben erwiesen haben.<\/p>\n<p>Die genannten \u201eSoft Factors\u201c wie Information, Funktionalit\u00e4t und Vertrauen sind zwar pr\u00e4gende Innovationen der Marktg\u00fcter des Digitalen Zeitalters, jedoch nicht die einzigen. Mindestens ebenso wichtig ist beispielsweise die M\u00f6glichkeit der \u201ePersonalisierung\u201c von Produkten, die selbstverst\u00e4ndlich auch auf materielle Produkte anwendbar ist. Personalisierte Produkte bieten nicht nur der Kundschaft substanzielle Vorteile, sondern auch den anbietenden Unternehmen, indem diese die Kundschaft sowohl in die Produktgestaltung wie auch in die Aus- und Bewertung der Produkte direkt miteinbeziehen k\u00f6nnen. Dieser Miteinbezug kann als eine Art von \u201eCrowd Sourcing\u201c (d. h. Auslagerung traditionell interner Aufgaben) im Kleide der Mitbestimmung aufgefasst werden, etwas opportunistisch zwar, aber allemal mit dem Vorteil einer enormen Hebelwirkung zugunsten der Minimalisierung eigener personeller Ressourcen. Ein willkommener Nebeneffekt einer personalisierten \u201eProduction at the Market\u201c ist die Vermeidung von unproduktiven, prophylaktisch angelegten Lagern.<\/p>\n<p>Die bisherigen Ausf\u00fchrungen fokussierten weitgehend neue oder sich neu erfindende Unternehmen. F\u00fcr bestehende Firmen mit m\u00f6glicherweise langer Tradition stellt sich die berechtigte Frage, ob und wie sie ihr Gesch\u00e4ft im Digitalen Zeitalter weiterf\u00fchren sollen. Ich m\u00f6chte hier keinesfalls als Berater auftreten, kann aber immerhin versuchen am prominenten Beispiel des amerikanischen Unternehmens Xerox exemplarisch eine m\u00f6gliche Strategie aufzuzeigen. Xerox verlor Anfang der\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1970er\">1970er<\/a>\u00a0Jahre den Patentschutz f\u00fcr die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xerographie\">Xerographie<\/a>\u00a0(Fotokopierer) und f\u00fcrchtete, Marktanteile an japanische Hersteller zu verlieren.\u00a0Dabei kam die weitsichtige Idee auf, ein Forschungszentrum zu etablieren und dieses mit den weltweit besten Leuten zu besetzen. So entstand das ber\u00fchmte Palo Alto Research Center PARC. Wohl zum Verdruss der Firma entwickelten die angeworbenen Koryph\u00e4en in der Folge jedoch keine besseren Kopierger\u00e4te, sondern nichts weniger als den Personal Computer in seiner modernen, heutigen Form. Tragischerweise hat der Weitblick des Xerox Managements nicht ausgereicht um das Potenzial dieser Entwicklung zu erkennen, sodass der kommerzielle Erfolg vers\u00e4umt wurde. Die offensichtlich richtige Entscheidung vor diesem Hintergrund w\u00e4re eine Disruption des Gesch\u00e4ftsmodells gewesen. Apple alsbald und Microsoft etwas sp\u00e4ter sprangen nur allzu gerne in die Bresche.<\/p>\n<p>\u201eWo viel Licht ist, ist auch viel Schatten\u201c. Das Goethezitat verliert im Digitalen Zeitalter nichts von seiner Bedeutung. Im Gegenteil, weil sie zusammen mit den Chancen skalieren, sind die Schatten im Digitalen Paralleluniversum um ein Vielfaches gr\u00f6sser als in der gewohnten Welt,.<\/p>\n<p>Die dunkelste Schatten, die im Digitalen Universum auf KMUs fallen, bedrohen sogar deren Existenz. Tagt\u00e4glich h\u00f6ren und lesen wir von kleinen und kleinsten Firmen, die von grossen aufgekauft werden. F\u00fcr so genannte \u201eStartups\u201c (Kleinstfirmen, deren Gesch\u00e4ftsmodell auf einer einzigen, innovativen Idee beruht) geh\u00f6rt Aufgekauftwerden sogar zu den Erfolgszielen. Erfolglos und eingehen oder erfolgreich und aufgekauft werden, scheint die fatale Alternative zu sein. Wenig \u00fcberraschenderweise habe ich dieser Entwicklung h\u00f6chstens den etwas hilflosen Aufruf zur Neujustierung der Werteoptik im Businessbereich entgegenzusetzen. Die M\u00f6glichkeit, mit minimalen Ressourcen nachhaltig ein erfolgreiches Gesch\u00e4ft zu f\u00fchren, ist ja gerade eine der Charakteristiken des Digitalen Zeitalters.<\/p>\n<p>A propos Startups: bei einem k\u00fcrzlichen Besuch im Silicon Valley in Kalifornien war ich \u00fcberrascht, welche Art von Startup Ideen die erfolgreichsten waren. Entgegen meinen Erwartungen waren es nicht die ausgekl\u00fcgeltsten, sondern die (zumindest im Nachhinein) offensichtlichsten, um nicht zu sagen banalsten! Beispiele aus dem Jahre 2017 sind etwa autonome Drohnen, welche abgelegene Orte medizinisch versorgen und eine \u00abVoice-and-Chat\u00bb App f\u00fcr Gamers. Definitiv keine \u00abRocket Science\u00bb!<\/p>\n<p>Weniger dramatisch aber nicht minder kritisch ist der oft zitierte Fachkr\u00e4ftemangel im Informatikbereich. Im Zusammenhang mit unserem Thema und insbesondere mit der zentralen Bedeutung der Informatik f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsmodell und den Produkten (im Kontrast zu ihrer fr\u00fcheren, lediglich unterst\u00fctzenden Rolle) m\u00f6chte ich pr\u00e4zisieren: der Mangel an hoch qualifizierten IT Fachkr\u00e4ften. Denn es sind genau diese Fachkr\u00e4fte, welche schlussendlich \u00fcber den Gesch\u00e4ftserfolg entscheiden. Das Management einer Firma des Digitalen Zeitalters tut also gut daran, der Besetzung ihrer IT Abteilung, vor allem deren deren Leitung, besonders grosse Aufmerksamkeit zu schenken, denn bekanntlich gilt auch in Unternehmen \u201efirst class people hire first class, second class hire third class\u201c. Wie das Xerox Beispiel zeigt, sind die Pflichten des Managements damit allerdings noch nicht ersch\u00f6pft: es muss dann auch in der Lage sein, das Potenzial der Errungenschaften der IT Abteilung zu erkennen und wirtschaftlich umzusetzen. Als Quintessenz dieser Erkenntnisse l\u00e4sst sich die Notwendigkeit einer m\u00f6glichst engen Zusammenarbeit des Firmenmanagements eines Unternehmens mit seiner IT Abteilung ableiten.<\/p>\n<p>Eine oftmals etwas hochgespielte Art von bedrohendem Schatten sind so genannte \u201eCyber Attacken\u201c. Hier herrscht Krieg im Digitalen Universum. Es geht es im wesentlichen um Diebstahl oder Zerst\u00f6rung von IT Infrastrukturen mit (immateriellen) Waffen der Digitalen Welt. Die erfolgreiche Abwehr derartiger Angriffe kann deshalb f\u00fcr ein KMU matchentscheidend sein. Bewusstheit der Problematik in Kombination mit technischer Kompetenz beim Aufbau der IT Infrastruktur einer Firma ist wohl die beste Gewinnstrategie. In Anbetracht der Resultate einer k\u00fcrzlichen Studie von ICT Switzerland, gem\u00e4ss welcher bereits jedes dritte (!) KMU Opfer von Cyberangriffen geworden ist, ist eine solche Strategie denn auch dringend n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Weitere Schatten im Digitalen Universum manifestieren sich als eine Art von Gegenwind. So finden wir in den Gestellen unserer Buchhandlungen Dutzende von B\u00fcchern mit Titeln wie \u201eAngriff der Algorithmen\u201c, \u201eDas metrische Wir\u201c oder \u201eDigitale Drecksarbeit\u201c, um nur einige wenige zu nennen. Im Kern kritisieren sie allesamt den Missbrauch der Digitalen Technologien, seien es Algorithmen, welche scheinbar objektiv aber hinter den Kulissen mit undurchschaubaren Vorurteilen ausgestattet \u00fcber unser pers\u00f6nliches Schicksal entscheiden, fragw\u00fcrdige Interpretationen grosser Datenmengen mit fragw\u00fcrdien Schlussfolgerungen oder Verbreitung illegaler Inhalte, stets ist absichtlicher oder unabsichtlicher Missbrauch im Spiel.<\/p>\n<p>Ein besonders heikles Thema ist schliesslich der Datenschutz. Wie wir ausgef\u00fchrt haben, kommt der Kundenbeziehung B2C im Digitalen Zeitalter eine Bedeutung von ausgepr\u00e4gter Wichtigkeit zu. Deshalb und dank den M\u00f6glichkeiten der modernen Informatik wie \u201eSoziale Medien\u201c, \u201eBig Data\u201c und \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c ist die Verlockung f\u00fcr Unternehmen gross, feink\u00f6rnige Kundendaten zu sammeln, auszuwerten, zu interpretieren und gesch\u00e4ftlich zu nutzen. Da ist nat\u00fcrlich ein Konflikt mit den politischen Bem\u00fchungen, B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen vor der Sammlung pers\u00f6nlicher Daten zu sch\u00fctzen, vorprogrammiert. So schwebt zurzeit \u00fcber den Unternehmen in der EU das Damoklesschwert eines neuen Datenschutzgesetz (DSGVO), welches am 25. Mai dieses Jahres in Kraft treten soll. Ab dann werden alle Unternehmen durch das Gesetz verpflichtet, die Nutzung pers\u00f6nlicher Daten transparent zu machen und den Kunden und Kundinnen zu kommunizieren. Ferner wird das so genannte \u201eProfiling\u201c, d. h. die vollautomatisierte Zuordnung von Profilen zu Personen durch Algorithmen gesetzlich empfindlich eingeschr\u00e4nkt. Die Auswirkungen des neuen Gesetzes auf die Unternehmen k\u00f6nnen substanziell sein, vor allem wenn das Unternehmen selbst Kunde \u00fcbergeordneter Dienstleister wie beispielsweise \u201eCloud Services\u201c ist. In diesem Fall haftet das Unternehmen auch f\u00fcr Vergehen, welche durch die Nutzung des Dienstleisters entstanden sind, weshalb vorsichtige Unternehmer nur entsprechend zertifizierte Anbieter ber\u00fccksichtigen sollten.<\/p>\n<p>Zur Abrundung und zum Schluss dieser gedanklichen Reise m\u00f6chte ich versuchen mein Hauptanliegen nochmals wie folgt metaphorisch auf den Punkt zu bringen: Die Alternative, welcher sich Managements von Unternehmen und speziell von KMUs im Digitalen Zeitalter laufend ausgesetzt sehen besteht in \u201edie Titanic versch\u00f6nern oder in die Digitale Parallelwelt eintreten und darin grundlegend neue M\u00f6glichkeiten erkennen, ausloten und nutzen\u201c. Dabei gen\u00fcgt es nicht, um bei der Metapher zu bleiben, dass das Management bei der Arbeit an Deck der Titanic die Digitale Parallelwelt wohlwollend von aussen betrachtet. Nur ein bewusstes, mutiges, geistiges Eintauchen in diese Welt in aller Konsequenz f\u00fchrt zum nachhaltigen Gesch\u00e4ftserfolg. In manchen F\u00e4llen kann diese Konsequenz durchaus disruptives Vorgehen bedeuten.<\/p>\n<p>In einen konkreten, nicht-metaphorischen Ratschlag umgesetzt lautet die Quintessenz: \u201eNutze die gesamte Bandbreite deiner Fantasie um innovative Businessmodelle und Produkte zu erfinden, die ohne Computer undenkbar w\u00e4ren\u201c. Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Methode des \u201eLateral Thinking\u201c oder \u201eQuerdenkens\u201c, eine Methode, welche systematisch erlernbar ist.<\/p>\n<p>Zuerst in SmartMedia KMU als Editorial publiziert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Hoch \u00fcber uns schreitet sie in grossen Schritten einher: die \u201eDigitalisierung\u201c. Ein unscheinbares Wort, ein geradezu verharmlosender Begriff, der in aller Munde und H\u00e4nden ist, ohne das sich jedoch die meisten der Tiefe seiner Auswirkungen auf unsere Gesellschaft bewusst sind. Wohl deshalb, weil der Begriff nicht bis zu ihren K\u00f6pfen vorgedrungen ist, jedenfalls nicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1834,"featured_media":9153,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1245,396],"tags":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&nbsp; Hoch \u00fcber uns schreitet sie in grossen Schritten einher: die \u201eDigitalisierung\u201c. Ein unscheinbares Wort, ein geradezu verharmlosender Begriff, der in aller Munde und H\u00e4nden ist, ohne das sich jedoch die meisten der Tiefe seiner Auswirkungen auf unsere Gesellschaft bewusst sind. Wohl deshalb, weil der Begriff nicht bis zu ihren K\u00f6pfen vorgedrungen ist, jedenfalls nicht [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SI Digital Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/www.swissinformatics.org\/?fref=ts\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2018-05-01T10:07:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2019-02-17T17:09:25+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Unbenannt-2.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1095\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"814\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Juerg Gutknecht\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@SIGesellschaft\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@SIGesellschaft\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Juerg Gutknecht\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\"},\"author\":{\"name\":\"Juerg Gutknecht\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/522c1cbf28b407be4ddfca15dd159d20\"},\"headline\":\"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum\",\"datePublished\":\"2018-05-01T10:07:14+00:00\",\"dateModified\":\"2019-02-17T17:09:25+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\"},\"wordCount\":2848,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization\"},\"articleSection\":[\"\u2022 Standpunkt \u2022\",\"Gesellschaft\"],\"inLanguage\":\"de-DE\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\",\"url\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\",\"name\":\"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#website\"},\"datePublished\":\"2018-05-01T10:07:14+00:00\",\"dateModified\":\"2019-02-17T17:09:25+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de-DE\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#website\",\"url\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/\",\"name\":\"SI Digital Magazine\",\"description\":\"News - Nachrichten - Nouvelles - Notizie\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de-DE\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization\",\"name\":\"Swiss Informatics Society\",\"url\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-DE\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SI_KeyImage_4to3.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SI_KeyImage_4to3.jpg\",\"width\":1441,\"height\":1081,\"caption\":\"Swiss Informatics Society\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/www.swissinformatics.org\/?fref=ts\",\"https:\/\/twitter.com\/SIGesellschaft\",\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCYUEr1Qkbri9GDTa84z415g\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/522c1cbf28b407be4ddfca15dd159d20\",\"name\":\"Juerg Gutknecht\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-DE\",\"@id\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/0f2282cccaf9f300752694899f19c685?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/0f2282cccaf9f300752694899f19c685?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Juerg Gutknecht\"},\"description\":\"J\u00fcrg Gutknecht started his professional career in Computing when he joined the real-time systems programming group at Swissair. From 1970 and while being employed by IBM as a working student, Gutknecht studied Mathematics at the ETH Zurich, from where he graduated in 1977 with a PhD. After an employment as a professor of Mathematics at the Kantonsschule Heerbrugg in the Swiss Rheintal, Gutknecht joined Niklaus Wirth\u2019s Lilith\/ Modula research team in 1981 and, in 1985, after a sabbatical stay at the Xerox-PARC Research Laboratory in California, he was appointed Assistant Professor and later Full Professor of Computer Science at ETH. Together with Wirth, Gutknecht developed the Oberon programming language and the Ceres personal workstation. His esearch interests are in the area of programming languages, compilers, concurrency and component-oriented systems design.\",\"url\":\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/author\/president\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine","og_description":"&nbsp; Hoch \u00fcber uns schreitet sie in grossen Schritten einher: die \u201eDigitalisierung\u201c. Ein unscheinbares Wort, ein geradezu verharmlosender Begriff, der in aller Munde und H\u00e4nden ist, ohne das sich jedoch die meisten der Tiefe seiner Auswirkungen auf unsere Gesellschaft bewusst sind. Wohl deshalb, weil der Begriff nicht bis zu ihren K\u00f6pfen vorgedrungen ist, jedenfalls nicht [&hellip;]","og_url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/","og_site_name":"SI Digital Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/www.swissinformatics.org\/?fref=ts","article_published_time":"2018-05-01T10:07:14+00:00","article_modified_time":"2019-02-17T17:09:25+00:00","og_image":[{"width":1095,"height":814,"url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Unbenannt-2.png","type":"image\/png"}],"author":"Juerg Gutknecht","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@SIGesellschaft","twitter_site":"@SIGesellschaft","twitter_misc":{"Verfasst von":"Juerg Gutknecht","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14 Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/"},"author":{"name":"Juerg Gutknecht","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/522c1cbf28b407be4ddfca15dd159d20"},"headline":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum","datePublished":"2018-05-01T10:07:14+00:00","dateModified":"2019-02-17T17:09:25+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/"},"wordCount":2848,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization"},"articleSection":["\u2022 Standpunkt \u2022","Gesellschaft"],"inLanguage":"de-DE","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/","url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/","name":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum - SI Digital Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#website"},"datePublished":"2018-05-01T10:07:14+00:00","dateModified":"2019-02-17T17:09:25+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de-DE","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/von-der-titanic-und-dem-digitalen-paralleluniversum\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Von der Titanic und dem Digitalen Paralleluniversum"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#website","url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/","name":"SI Digital Magazine","description":"News - Nachrichten - Nouvelles - Notizie","publisher":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de-DE"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#organization","name":"Swiss Informatics Society","url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-DE","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SI_KeyImage_4to3.jpg","contentUrl":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SI_KeyImage_4to3.jpg","width":1441,"height":1081,"caption":"Swiss Informatics Society"},"image":{"@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/www.swissinformatics.org\/?fref=ts","https:\/\/twitter.com\/SIGesellschaft","https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCYUEr1Qkbri9GDTa84z415g"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/522c1cbf28b407be4ddfca15dd159d20","name":"Juerg Gutknecht","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de-DE","@id":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/en\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/0f2282cccaf9f300752694899f19c685?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/0f2282cccaf9f300752694899f19c685?s=96&d=mm&r=g","caption":"Juerg Gutknecht"},"description":"J\u00fcrg Gutknecht started his professional career in Computing when he joined the real-time systems programming group at Swissair. From 1970 and while being employed by IBM as a working student, Gutknecht studied Mathematics at the ETH Zurich, from where he graduated in 1977 with a PhD. After an employment as a professor of Mathematics at the Kantonsschule Heerbrugg in the Swiss Rheintal, Gutknecht joined Niklaus Wirth\u2019s Lilith\/ Modula research team in 1981 and, in 1985, after a sabbatical stay at the Xerox-PARC Research Laboratory in California, he was appointed Assistant Professor and later Full Professor of Computer Science at ETH. Together with Wirth, Gutknecht developed the Oberon programming language and the Ceres personal workstation. His esearch interests are in the area of programming languages, compilers, concurrency and component-oriented systems design.","url":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/author\/president\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9158"}],"collection":[{"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1834"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9158\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}