{"id":12781,"date":"2020-07-20T15:24:16","date_gmt":"2020-07-20T13:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=12781"},"modified":"2021-03-25T09:44:55","modified_gmt":"2021-03-25T08:44:55","slug":"interview-computerworld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/fr\/interview-computerworld\/","title":{"rendered":"Interview in Computerworld: Gemeinsam nach oben!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fortbildung, Quereinstieg, Lebenslanges Lernen<\/strong><\/p>\n<div class=\"tlid-input input\">\n<div class=\"source-wrap\">\n<div class=\"input-full-height-wrapper tlid-input-full-height-wrapper\">\n<div class=\"source-input\">\n<div class=\"source-footer-wrap source-or-target-footer\">\n<div class=\"character-count tlid-character-count\">\n<div class=\"cc-ctr normal\">Wie behebt man den Fachkr\u00e4ftemangel? Fachleute aus den Bereichen IT, HR und Bildung wissen es: durch Weiterbildung des Teams und die Rekrutierung von Quereinsteigern. Aber wie motiviert man Mitarbeitende, sich auf dem Laufenden zu halten, wenn sie ohnehin ben\u00f6tigt werden? Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung k\u00f6nnte die Initiative 3L sein.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>T-Abteilungen sind die Motoren moderner Unternehmen. Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn sie einen Gang hochschalten k\u00f6nnten. Doch es fehlen zus\u00e4tzliche Fachkr\u00e4fte. 54 Prozent der CIOs (Vorjahr 46 %) setzen daher auf die gezielte Weiterbildung der hauseigenen IT-Mannschaft und Verst\u00e4rkung durch Quereinsteiger. Worauf es dabei ankommt und wie Frameworks wie 3L helfen, diskutierten an einem virtuellen runden Tisch CIOs, Expertinnen und Experten f\u00fcr HR sowie Bildung und von Schweizer ICT-Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p><strong>INTERVIEW<\/strong><\/p>\n<p><strong>George Sarpong, Computerworld: Wie steht es um die Weiterbildung von ICT-Fachkr\u00e4ften?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nicole Stucki, HR und Transformation Specialist, Post-Finance und Vize-Pr\u00e4sidentin von HR Swiss: <\/strong>Ich stelle ICT-Fachkr\u00e4ften ein gutes Zeugnis aus. Sie bringen in aller Regel eine sehr gute Grundbildung mit und tendieren von sich aus zu Weiterbildungen. Man muss auch sehen, dass sowohl Mitarbeitende als auch Arbeitgeber wissen, dass Fachkurse regelm\u00e4ssig absolviert werden m\u00fcssen. Entsprechend wollen viele dazulernen und sind im Durchschnitt<\/p>\n<p>sehr gut weitergebildet. Unternehmen sind sich zudem bewusst, dass es ohnehin zu wenige Fachkr\u00e4fte am Arbeits- markt gibt. Das hat zur Folge, dass man die Mitarbeitenden mitziehen und gemeinsam die neuen Technologiethemen angehen muss. Hierbei gilt es zu beachten, dass Unternehmen bei ihren Digitalisierungsmassnahmen auch die Fachbereiche miteinbeziehen, sodass sie die Technologien an- wenden k\u00f6nnen \u2013 auch wenn die Anwenderfreundlichkeit digitaler L\u00f6sungen zugenommen hat.<\/p>\n<p><strong>CW: Inwieweit erkennen Sie eine gr\u00f6ssere Offenheit in den Fachbereichen f\u00fcr neue digitale L\u00f6sungen? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Stucki: <\/strong>In diesem Sinne ist Corona auch ein Digitalisierungsbooster. Generell durchdringt die Digitalisierung alle Fachbereiche und wird grunds\u00e4tzlich gut aufgenommen sowie umgesetzt. Wir sind gut unterwegs und m\u00fcssen die erzielten Fortschritte weiter ausbauen.<\/p>\n<p><strong>CW: Herr H\u00fcrlimann, welche Bedeutung hat f\u00fcr Sie als CIO die Weiterbildung von Fachkr\u00e4ften?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christian H\u00fcrlimann, Leiter Informatik, SECO\/ALV: <\/strong>Die Weiterbildung ist enorm wichtig f\u00fcr uns. Man muss hier aber etwas differenzieren. Diejenigen Mitarbeitenden, die neu zu uns an Bord kommen, bringen mehrheitlich Ruck- s\u00e4cke voller Fachwissen und guten Ausbildungen mit. Vor meiner Zeit wurden jedoch eher weniger Weiterbildungen durchgef\u00fchrt. Dadurch besch\u00e4ftigen wir einige langj\u00e4hrige Mitarbeitende, deren Fortbildungen eine Weile zur\u00fcckliegen. Nat\u00fcrlich kann man sie an Kurse entsenden. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Mitarbeitenden sich selber daf\u00fcr motivieren k\u00f6nnen und die Weiterbildung auch zur jeweiligen Pers\u00f6nlichkeit passt.<\/p>\n<p><strong>CW: Welche Rolle spielt die Pers\u00f6nlichkeit bei Fortbildungsmassnahmen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>H\u00fcrlimann: <\/strong>Man muss das Erlernte anschliessend auch in den beruflichen Praxisalltag \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Wenn man einen Abschluss als eidgen\u00f6ssisch diplomierter Projektlei- ter erwirbt, verf\u00fcgt man \u00fcber den methodischen Rucksack. Aber wenn man nicht das Naturell f\u00fcr eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit in sich tr\u00e4gt, bringt einen die beste fachliche Weiterbildung nicht so weit voran, wie erw\u00fcnscht. Wir stellen ab und zu fest, dass wir top ausgebildete Leute im Team haben, aber die Lehrg\u00e4nge nicht optimal zu ihrer Pers\u00f6nlichkeit passen. Entsprechend performen sie dann weniger, als man aufgrund der Weiterbildung erwarten w\u00fcrde. Der Grund liegt teilweise darin, dass der eine oder andere ein verkl\u00e4rtes Bild davon hat, in welchen Bereichen sie sich fort- bilden sollen. Sie meinen, dass sie nach zehn Jahren IT-Praxis eine Weiterbildung zum Projektleiter machen m\u00fcssten \u2013 das sei quasi der \u00abnormale vorgezeichnete Weg\u00bb. Manche Mitarbeitende wollen sich etwa zum Projektmanager weiterbilden. Im Gespr\u00e4ch stellt man dann fest, dass sie sehr gute Macher sind, aber nicht diejenigen, die sich gerne vor die Leute hinstellen und Dinge organisieren. Das ist eine Herausforderung und Verantwortung der F\u00fchrung, welche die Ausbildungsst\u00e4tten nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>CW: Herr Schwarzenbach, wie bewerten Sie das Thema Weiterbildung f\u00fcr IT-Fachkr\u00e4fte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Peter Schwarzenbach, CIO, Reka: <\/strong>Da wir nicht die h\u00f6chsten L\u00f6hne in der Branche bezahlen k\u00f6nnen, sind mir umso mehr bestrebt, unsere Mitarbeitenden anderweitig zu f\u00f6rdern und ans Unternehmen zu binden, etwa durch Weiter-bildungen. Aktuell haben wir eine Mitarbeiterin, die nach dem KV eine Ausbildung zur Informatikerin angeh\u00e4ngt hat. Zurzeit arbeitet sie an ihrer individuellen Projektarbeit (IPA) f\u00fcr den Abschluss. Wir haben auch neue Mitarbeitende mit Fachhochschul-Abschluss rekrutiert, was allerdings nicht einfach war. Das dauerte einige Zeit und ging \u00fcber zwei Runden, unterst\u00fctzt durch Headhunter, bis wir Leute hatten, die fachlich und kulturell zu uns passen. Also werden wir uns auch entsprechend um sie k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><strong>CW: Inwieweit stellen Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten Anreize f\u00fcr neue Mitarbeitende dar? Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schwarzenbach: <\/strong>Wir sponsern Weiterbildungen gross- z\u00fcgig. Das erkl\u00e4ren wir auch Kandidatinnen und Kandidaten in den Vorstellungsgespr\u00e4chen. Das kommt an und wird auch genutzt. Eine weitere Mitarbeiterin hat letzten Herbst ein FH-Studium begonnen und wird von uns hierbei unter- st\u00fctzt. Das ist generell unsere Philosophie, dass wir den Mit- arbeitenden die Chancen f\u00fcr Weiterbildungen geben, auch wenn wir Gefahr laufen, dass sie uns anschliessend verlas- sen und den n\u00e4chsten Karriereschritt woanders gehen.<\/p>\n<p><strong>CW: Auch IT-Dienstleister haben grosse M\u00fche, passende Fachkr\u00e4fte zu rekrutieren und zu halten. Wie betrachtet man das Thema Weiterbildung bei Netcetera?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Corsin Decurtins, CTO, Netcetera: <\/strong>Die Fachkr\u00e4fte, die wir finden, sind sehr gut ausgebildet. Die Schwierigkeit besteht darin, \u00fcberhaupt Leute zu finden. Bei den Ausbildungsg\u00e4ngen stellen wir Ver\u00e4nderungen im technischen Bereich fest, etwa bei der Cloud-Technik, wo wir mit dem Know-how teils hinterherhinken. Beim Projektmanagement gibt es Profile, die zum Teil verschwinden oder anders besetzt werden, beispielsweise durch agile Softwareentwicklung. In diesen neuen Organisationsformen m\u00fcssen sich unsere Kollegin- nen und Kollegen weiterbilden und Erfahrungen sammeln.<\/p>\n<p><strong>CW: Wie erleben Sie das als Weiterbildungsexperte, Herr Marti? Welche Nachfrage verzeichnen Sie?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Markus Marti, Leiter Weiterbildung ZHAW School of Engineering: <\/strong>Wir verzeichnen einen Run auf Weiterbildungen, insbesondere in den Disziplinen der ICT. Hier registrieren wir seit rund f\u00fcnf Jahren eine ansteigende Nachfrage. W\u00e4hrend fr\u00fcher eine MAS-Klasse zwei bis drei Monate vor dem Start voll ausgebucht war, sind die Kurse heute auf viele Monate hinaus ausgebucht. Wir haben in manchen Informatik-Weiterbildungsstudieng\u00e4ngen Wartelisten von \u00fcber einem Jahr. Auch bei den Weiterbildungsangeboten im Bereich Data Science m\u00fcssen sich Interessierte ein bis zwei Jahre gedulden. Die Entwicklung zeigt, dass eigentlich viel mehr Leute das Bed\u00fcrfnis haben, sich fortzubilden.<\/p>\n<p><strong>CW: Wie gehen Sie damit um?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Marti: <\/strong>F\u00fcr uns bedeutet dies, dass wir in unseren MAS-, DAS- und CAS-Studieng\u00e4ngen sehr viele Leute ausbilden. Wir stellen \u00fcberdies fest, dass sich viele aus ICT-nahen Bereichen weiterbilden, um anschliessend in die ICT-Branche einzusteigen. Quereinsteiger sind daher ein grosses Thema bei uns und wir haben einige Angebote konzipiert, um gezielt diese Gruppe abzuholen. Auch diese Lehrg\u00e4nge sind stets ausgebucht. Entsprechend werten wir den Bedarf in der Wirtschaft als sehr gross.<\/p>\n<p><strong>CW: Aus welchen Bereichen stammen die Quereinstei- ger, die Ihre Kurse besuchen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Marti: <\/strong>Die haben beispielsweise ein Studium im Ingenieurbereich wie Elektrotechnik oder Physik absolviert. Die gehen vermehrt in die ICT-Branche, da sie durch die Digitalisierung in ihren vorherigen Berufen der IT-Branche nahe- gekommen sind. Doch ihnen fehlt noch ein Basisrucksack in der ICT. Den k\u00f6nnen sie sich mit unseren Weiterbildungs- angeboten f\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>CW: Der Wunsch nach Quereinsteigern widerspiegelt sich in der Swiss-IT-Studie. Aber wie schaut es in der Praxis aus? Inwieweit setzen Sie auf Quereinsteiger? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Decurtins: <\/strong>Im Verkauf stellen wir Quereinsteiger ein. Im technischen Umfeld setzen wir aber auf Fachleute, die sich innerhalb der ICT-Jobprofile bewegen. Das sind beispiels- weise Leute, die in der Softwareentwicklung gestartet und anschliessend ins Testing \u00fcbergewechselt sind. Oder Testerinnen, die sp\u00e4ter Projektleitungen \u00fcbernehmen. Solche Mitarbeitende sind besonders wertvoll f\u00fcr uns, da sie zwei fachliche Rucks\u00e4cke mitbringen f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p><strong>H\u00fcrlimann: <\/strong>Uns ist es ein grosses Anliegen, dass wir Quereinsteigern und Lehrabg\u00e4ngern M\u00f6glichkeiten der Weiterentwicklung anbieten. Wir sind auch ein Lehrbetrieb und bilden pro Jahr drei bis f\u00fcnf Lernende aus und jeder muss seine Chancen erhalten und Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, um zu wachsen. Wichtig ist die Teamzusammensetzung \u2013 vital ist f\u00fcr uns eine gesunde Mischung aus Juniors, zu denen ich Quereinsteiger oder Lehrabg\u00e4nger z\u00e4hle, und erfahrenen Mitarbeitenden wie Professionals und Seniors.<\/p>\n<p><strong>Schwarzenbach: <\/strong>Wir arbeiten gerne mit Quereinsteigern. Das klappt gut! Es gibt Leute, die etwa eine Affinit\u00e4t zu PCs besitzen und durch Autodidaktik Wissen mitbringen. Bei Reka haben wir beispielsweise einen ehemaligen Strassenbauer f\u00fcr den PC-Support eingestellt. Im Gesamtbetrieb werden unsere Abl\u00e4ufe immer digitaler. Deshalb analysieren wir, was unsere Mitarbeitenden im digitalen Umfeld k\u00f6nnen und wo noch Wissensl\u00fccken bestehen. Ein Beispiel: Mit den Reka-Checks betreiben wir ein Zahlungsmittel. In diesem Business zeichnet sich seit einigen Jahren ein Wandel ab in Richtung bargeldloses Bezahlen und Mobile Payment. Entsprechend m\u00fcssen wir uns etwa mit Security und Zertifikaten auseinandersetzen. Hier sind Kompetenzen hinzugekommen, die wir von aussen reinholen oder intern ausbauen m\u00fcssen. Wo immer wir also eine M\u00f6glichkeit sehen, die eigenen Leute weiterzubilden, machen wir das.<\/p>\n<p><strong>CW: Herr Gutknecht, was m\u00fcsste aus Verbandssicht getan werden, um die Weiterbildung zu f\u00f6rdern?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>J\u00fcrg Gutknecht, Ex-Pr\u00e4sident und Board Member SI: <\/strong>Es gibt hierzulande zahlreiche hochkar\u00e4tige Institutionen, welche die Informatikgrundausbildung bewerkstelligen. Jedoch endet ihre Arbeit mit der Verleihung des Abschlusses. Das Diplom, das jemand mit Mitte 20 erh\u00e4lt und das f\u00fcr das restliche Berufsleben gelten soll, enth\u00e4lt aber einen konzeptuellen Mangel. Es sollte nicht so sein, das ein Diplom das ganze Leben lang G\u00fcltigkeit besitzt, vielmehr sollte es der Startschuss einer Karriere sein. Abschl\u00fcsse sollten periodisch oder graduell \u00fcberpr\u00fcft und erneuert werden. Weiterbildung sollte also nicht auf der pers\u00f6nlichen Initiative oder der des Arbeitgebers aufbauen, sondern auf einer institutionalisierten Basis. Deshalb hat die SI gemeinsam mit swissICT die Initiative Lebens Langes Lernen (3L) lanciert.<\/p>\n<p><strong>CW: Was kann das Framework leisten und welchen An- klang findet 3L im IT-Markt, Herr Hunziker?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christian Hunziker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, swissICT: <\/strong>Die eine wichtige Komponente ist die Thematisierung des Lebenslangen Lernens im 3L-System. Die zweite Komponente betrifft die Quereinsteiger, eine Gruppe, die wie Herr Marti auf- gezeigt hat, vermehrt den Weg in die ICT-Berufe sucht. Der Test, der im Rahmen von 3L durchgef\u00fchrt werden muss, ist unabh\u00e4ngig davon, wie jemand zu seinem Wissen, K\u00f6nnen und seinen F\u00e4higkeiten gekommen ist. Abschliessend er- h\u00e4lt man ein Zertifikat, ein wichtiger Massstab f\u00fcr die \u00fcbergeordnete Qualifikationsbeurteilung. Das kann Fachkr\u00e4ften und Quereinsteigern bei der eigenen Standortbestimmung und Karriereentwicklung helfen.<\/p>\n<p><strong>CW: Inwieweit profitieren Unternehmen von 3L bei der Entwicklung ihrer Mitarbeitenden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gutknecht: <\/strong>F\u00fcr die Arbeitgeber ist es ein wertvolles Instrument, sowohl bei der Auswahl von Stellenbewerbern als auch bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Kompetenzen ihrer Fachkr\u00e4fte und deren Weiterbildungsbedarf. Ich denke, dass es besonders in der aktuellen Situation mit IT-Quereinsteigern aus hochgradig diverser beruflicher Vergangenheit wichtig ist, dass es hierf\u00fcr einen schweizweit legitimierten Massstab einer unabh\u00e4ngigen Organisation gibt. Ein weiteres Plus ist die Verpflichtung der 3L-Zertifizierten zu ethischem Verhalten, genauer zur Einhaltung des Code of Ethics, den die SI mit Experten aus den Geisteswissenschaften entwickelt hat.<\/p>\n<p><strong>CW: Wie beurteilen Sie als HR-Expertin die 3L-Initiative als Mittel der Standortbestimmung von Fachkr\u00e4ften? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Stucki: <\/strong>HR-Abteilungen verschiedener Unternehmen schauen sich das Framework sehr genau an, da swissICT bereits in der Vergangenheit viele gute Initiativen lancierte, die heute Standards in der Branche sind. 3L ist nachvollziehbar und kommt unserem Bed\u00fcrfnis nach, Fachkr\u00e4fte in den Unternehmen zu halten und auf die Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu reagieren. Es stellen sich aber mehrere Fragen: Wird 3L den Durchbruch schaffen? Werden die Zertifizierungen auf dem Arbeitsmarkt fast zur Pflicht? Wer- den am Ende Arbeitgeber ihre Belegschaften auf Qualifikationen hin pr\u00fcfen und auf die Bereinigung von Qualifikationsl\u00fccken hinarbeiten?<\/p>\n<p><strong>CW: Wie sch\u00e4tzen Sie die Entwicklung ein?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stucki<\/strong>: Aus HR-Perspektive kann ich sagen, dass wir viel dar\u00fcber nachdenken, wie wir uns zukunftsf\u00e4hig machen k\u00f6nnen und welches die n\u00f6tigen Future Skills sein werden. Es liegt nahe, dass die Digitalisierung ein Top-Thema in allen Arbeitsbereichen wird. Daf\u00fcr sind k\u00fcnftig Neugierde und Offenheit die relevanten Schl\u00fcsself\u00e4higkeiten f\u00fcr alle Fachkr\u00e4fte. Denn heute lautet der Begriff Digitalisierung anders als vielleicht in f\u00fcnf Jahren. Dass Menschen Neues aufnehmen und sich an ver\u00e4nderte Situationen anpassen, scheint mir die Stossrichtung von 3L zu sein. F\u00fcr mich ist es daher nur eine Frage der Zeit, bis die Initiative sich durchsetzt.<\/p>\n<p><strong>Decurtins: <\/strong>Ich sehe 3L als sinnvolles Hilfsmittel, um die Qualifizierung unserer Mitarbeitenden einzusch\u00e4tzen. Es ist auch f\u00fcr die Mitarbeitenden selbst spannend, um einen \u00dcberblick dar\u00fcber zu erhalten, wo noch L\u00fccken bestehen bei der Ausbildung. Inwieweit sich die Qualifizierung nach 3L standardisieren l\u00e4sst, weiss ich nicht. Bei der Grundausbildung mag das m\u00f6glich sein. Aber hinterher divergieren die Laufbahnen stark, je nachdem, ob sich jemand auf eine sehr technische Karriere fokussiert wie Softwareentwicklung oder eine Karriere in den Data Sciences oder in der Projektleitung in agiler Entwicklung anstrebt.<\/p>\n<p><strong>CW: F\u00fcr Unternehmen kann das interessant sein. Bei Mitarbeitenden kann das aber auch \u00c4ngste wecken: Werde ich vielleicht meinen Job los, wenn ich nach dem Assessment nicht gen\u00fcgend gut dastehe?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Decurtins: <\/strong>Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass manche Bef\u00fcrchtungen haben k\u00f6nnten. Doch ich habe bisher nicht den Eindruck. Das Spektrum an Aus- und Weiterbildungen ist breit gef\u00e4chert und das Bed\u00fcrfnis der Leute, sich zus\u00e4tzliches Fachwissen anzueignen, ist sehr gross.<\/p>\n<p><strong>H\u00fcrlimann: <\/strong>Ich finde den Ansatz sehr spannend, frage mich nur, wie man die Mitarbeitenden dazu bewegt, an einem Assessment teilzunehmen. Wer sich auf eine F\u00fchrungsposition bewirbt, wird sich beweisen wollen und sich ohne Diskussion einem Assessment stellen. Es gibt aber auch Leute, die der Meinung sind, dass ihr urspr\u00fcngliches IT-Studium gen\u00fcgt. In Anbetracht der Lage am Arbeitsmarkt sitzen die Mit- arbeitenden am l\u00e4ngeren Hebel. Sie k\u00f6nnen sich aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Hierin liegt die Herausforderung: Welchen Mehrwert nimmt der Einzelne f\u00fcr sich mit, sodass es sich f\u00fcr ihn lohnt, sich so einem Assessment zu stellen?<\/p>\n<p><strong>Decurtins: <\/strong>\u00dcber diese Frage haben wir auch nachgedacht. Wir wollen die Mitarbeitenden motivieren, f\u00fcr sich herauszufinden, wo sie noch L\u00fccken haben, und ihnen helfen, diese zu schliessen. Dadurch kann man gezielt die Aus- und Weiterbildung f\u00f6rdern. So betrachtet, sind die Zertifizierung und Arbeitsmarktf\u00e4higkeit Nebenprodukte, die entstehen. Vielleicht ist das ein gangbarer Weg.<\/p>\n<p><strong>Stucki: <\/strong>Mitarbeitende sind am besten ger\u00fcstet, wenn das Dreieck Weiterbildung, On-the-Job-Erfahrung und passende F\u00fchrungsperson stimmt. Alle drei sind wichtig, um die Motivation m\u00f6glichst hochzuhalten. Um das zu schaffen, bedarf es guter F\u00fchrungskr\u00e4fte, die mit den Mitarbeitenden analysieren, was bei ihnen intrinsische Motivation ausl\u00f6st. Dann ist auch das Assessment keine H\u00fcrde mehr.<\/p>\n<p><strong>Gutknecht: <\/strong>Ein wichtiger Aspekt, der bisher noch nicht gen\u00fcgend erw\u00e4hnt wurde, ist das Vertrauen als Folge der Verpflichtung zur Einhaltung des Code of Ethics der SI im Rahmen der 3L-Zertifizierung. Beispielsweise geniesst ein Arzt mit FMH-Zertifikat deutlich mehr Vertrauen als einer ohne. In der IT bewegen wir uns zwar nicht in der Medizin, aber man arbeitet h\u00e4ufig ebenfalls an sicherheitskritischen Projekten. Wenn ein IT-Zertifikat in solchen F\u00e4llen das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen den Beteiligten erh\u00f6hen kann, schafft das einen substanziellen, zus\u00e4tzlichen Mehrwert.<\/p>\n<p><strong>CW: Welches Fazit nehmen Sie aus der Debatte mit? Stucki: <\/strong>Mitarbeitenden Vertrauen entgegenzubringen, so- dass sich diese Herausforderungen stellen, ist matchentscheidend. Betonen m\u00f6chte ich zudem, dass neben klassischen ICT-Skills auch generelle F\u00e4higkeiten wie Neugierde und Offenheit wichtiger werden, um die Zukunft zu meistern.<\/p>\n<p><strong>Decurtins: <\/strong>Ein Thema in der IT ist die Beobachtbarkeit. Man muss Computersysteme besser beobachten und analysieren k\u00f6nnen, wie sie funktionieren. Vielleicht k\u00f6nnte es ein Ansatz sein, dieses Prinzip auf die Aus- und Weiterbildung zu \u00fcbertragen und zu schauen, wo Know-how-L\u00fccken bei Mitarbeitenden sind, aber auch bei den Firmen selbst.<\/p>\n<p><strong>H\u00fcrlimann: <\/strong>Einerseits nehme ich die Erkenntnis mit, dass alle mit den gleichen Themen k\u00e4mpfen. Andererseits ist der 3L-Ansatz interessant und ich werde ihn zuk\u00fcnftig f\u00fcr meine Personalbedarfs- und Weiterentwicklungsplanung ber\u00fccksichtigen. Ich bin gespannt, wohin die Reise f\u00fchrt, und w\u00fcnsche dem Projekt viel Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Marti: <\/strong>Wir erleben in der t\u00e4glichen Praxis, wie bedeutend Lebenslanges Lernen f\u00fcr die Karriere von IT-Fachkr\u00e4ften ist. Im Moment spielt zwar der Markt f\u00fcr Arbeitnehmende. Aber irgendwann kann sich der Spiess umdrehen. Genau dann wird es wichtig sein, dass man gut ausgebildet und up-to-date ist. Da tr\u00e4gt eine Initiative wie 3L sehr gut dazu bei.<\/p>\n<p><strong>Hunziker: <\/strong>Die Digitalisierung wird unsere Welt ver\u00e4ndern. 3L hilft allen zu identifizieren, in welchen Bereichen sich Wissensl\u00fccken aufgetan haben und wo man jemanden weiterbilden kann. Ganz speziell f\u00fcr Quereinsteiger er\u00f6ffnet sich hier eine Chance, sich als qualifizierte Fachkr\u00e4fte aus- zuweisen. Die ben\u00f6tigen wir, um die digitale Transformation vorw\u00e4rtszubringen. Sodass wir auch in einer Corona- Krise 2.0 hoffentlich viele Unternehmen haben, die auf die neuen Arbeitssituationen vorbereitet sind. Damit wir noch besser durch die herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten hindurchkommen.<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><em>Dieses Interview wurde urspr\u00fcnglich im April 2020 in Computerworld ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortbildung, Quereinstieg, Lebenslanges Lernen Wie behebt man den Fachkr\u00e4ftemangel? Fachleute aus den Bereichen IT, HR und Bildung wissen es: durch Weiterbildung des Teams und die Rekrutierung von Quereinsteigern. Aber wie motiviert man Mitarbeitende, sich auf dem Laufenden zu halten, wenn sie ohnehin ben\u00f6tigt werden? Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung k\u00f6nnte die Initiative 3L sein. 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