{"id":18071,"date":"2022-10-11T21:52:00","date_gmt":"2022-10-11T19:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/?p=18071"},"modified":"2024-03-21T22:30:09","modified_gmt":"2024-03-21T21:30:09","slug":"grundlagen-der-informatik-entdecken-mit-dem-informatik-biber-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/fr\/grundlagen-der-informatik-entdecken-mit-dem-informatik-biber-wettbewerb\/","title":{"rendered":"Grundlagen der Informatik entdecken mit dem Informatik-Biber Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<p><em>Auch im Jahr 2021 r\u00e4tselten in der ganzen Schweiz \u00fcber 36&rsquo;000 Kinder und Jugendliche beim Infomatik-Biber Wettbewerb. Seit zw\u00f6lf Jahren organisiert ein Team aus Informatikerinnen, Informatikern und Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz einen Online-Wettbewerb, der die Grundlagen der Informatik in einer Geschichte verpackt, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern von Primarschule bis Gymnasium n\u00e4herbringt.<\/em><\/p>\n<p>Im November 2021 haben 479 Schulen aus allen Landesteilen am Informatik-Biber Wettbewerb teilgenommen.<br \/>\nDer Wettbewerb in den Schulen wird von freiwilligen Lehrpersonen organisiert. Die Klassen m\u00fcssen angemeldet werden und jede Sch\u00fclerin und jeder Sch\u00fcler erh\u00e4lt ein pers\u00f6nliches Login f\u00fcr den Online-Wettbewerb. Verschiedene Lehrpersonen betreuen die Teilnehmenden w\u00e4hrend einer Lektion im Klassenzimmer. Der Wettbewerb ist darauf ausgerichtet, dass alle Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen ohne Vorkenntnisse oder besondere Begabungen teilnehmen k\u00f6nnen. In der Praxis wird der Wettbewerb teilweise nur in der Begabungsf\u00f6rderung eingesetzt, das ist den koordinierenden Lehrpersonen \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die Aufgaben werden in Italienisch, Franz\u00f6sisch und in Deutsch angeboten. Der national organisierte Wettbewerb findet jedes Jahr in allen Landesteilen mehr Zuspruch.<\/p>\n<p>So hat sich mit 1281 Teilnehmenden die Teilnahme im Tessin mehr als verdreifacht, in der Romandie ist die Beteiligung im Vergleich zum letzten Jahr um 45% gestiegen. Auch in der Deutschschweiz steigen die Teilnehmerzahlen jedes Jahr betr\u00e4chtlich an. Waren es 2020 noch knapp 27&rsquo;000, sind es 2021 es schon \u00fcber 30&rsquo;000 Teilnehmende. Die Ausbreitung des Wettbewerbs ist beachtlich: Haben am ersten Informatik-Biber Wettbewerb 69 Schulen teilgenommen, sind es heute fast sechs Mal so viele. Eine <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/viewer?mid=1QQJ9XCaSC-cG8q6ZBY7sVpr83JKlczbY&amp;usp=sharing\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a> zeigt die Orte und die Verteilung der teilnehmenden Schulen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18077\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-1526x1200.png\" alt=\"Wachstum der Teilnehmenden 2010-2021\" width=\"600\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-1526x1200.png 1526w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-382x300.png 382w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-102x80.png 102w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-768x604.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-1536x1208.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung1-2048x1610.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong>Abbildung 1:<\/strong> Anzahl Teilnehmende 2010-2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Wettbewerbsaufgaben bestehen aus drei Teilen, der Online-Aufgabe, der Antworterkl\u00e4rung und ein Teil zum informatischen Hintergrund der Aufgabe.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\"><strong>Aufgabenbeispiel aus dem Wettbewerb 2021 (Teil 1: Online-Aufgabe): Dottis*<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr 5.\/6. Klasse: schwer | 7.\/8. Klasse: mittel | 9.\/10. Klasse: leicht<\/p>\n<p>Dottis sind V\u00f6gel mit Punkten. Neben einem Baum stehen f\u00fcnf Dottis. Einer nach dem anderen \u2013 in der Reihenfolge von links nach rechts \u2013 klettern sie in den Baum und ziehen in die leeren Nester. Der mit den vier Punkten ist der erste. Jeder Dotti geht so vor:<br \/>\nEr beginnt unten am Baum. Er f\u00fchrt solange die folgenden Schritte aus, bis er ein leeres Nest gefunden hat:<br \/>\n1. Er klettert hoch, bis er ein Nest findet.<br \/>\n2. Wenn das Nest leer ist, dann zieht er in dieses Nest und bleibt dort.<br \/>\n3. Sonst klettert er weiter, und zwar, wenn der im Nest sitzende Dotti \u2026<br \/>\n\u2026 mehr Punkte als er selbst hat, dann nach links.<br \/>\n\u2026 gleich viele oder weniger Punkte hat, dann nach rechts.<\/p>\n<p><em>Wo sind die Dottis ganz am Ende? Setze jeden Dotti in das richtige Nest.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18101\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-400x193.png\" alt=\"Aufgabenillustration: Baum und Dottis\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung1-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><small>*Aufgabe 2021-CA-01b von&nbsp;Sarah Chan (sarah.chan@uwaterloo.ca), Wolfgang Pohl (pohl@bwinf.de), Michael Weigend (mw@creative-informatics.de),&nbsp;Susanne Datzko (susanne.datzko@inf.ethz.ch),&nbsp;Fabian Frei (fabian.frei@inf.ethz.ch)<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kinder k\u00f6nnen im Online-Wettbewerb die blauen V\u00f6gel per Drag-and-drop in die Nester auf dem Baum setzen. Die Aufgabensets sind in allen Landesteilen die gleichen. In der Siblingen (SH) fragen sich die Kinder: \u00abWo sind die Dottis ganz am Ende?\u00bb und in Stabio (TI), nahe der italienischen Grenze, \u00abDove sono i Dottuccelli alla fine?\u00bb. Auch in Genf (GE) verteilen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen die frechen gepunkteten V\u00f6gel gem\u00e4ss den Regeln auf dem Bin\u00e4ren Suchbaum: \u00abO\u00f9 se trouvent les tache-t\u00e9s \u00e0 la fin?\u00bb.<br \/>\nDie Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen l\u00f6sen je nach Altersstufe 9 &#8211; 15 Aufgaben innerhalb einer Schulstunde. Die Vertiefungsarbeit leisten die betreuenden Lehrpersonen, die nach dem Wettbewerb mit Hilfe der <a href=\"https:\/\/www.informatik-biber.ch\/aufgabensammlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00e4hrlich publizierten Brosch\u00fcren<\/a> mit Antworterkl\u00e4rung und informatischem Hintergrund, die Aufgaben mit den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen nachbesprechen.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><strong>Aufgabenbeispiel aus dem Wettbewerb 2021 (Teil 2: L\u00f6sung)<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nSo kommt man auf die richtige L\u00f6sung:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\">Der erste Dotti, der mit 4 Punkten, zieht in das unterste Nest und bleibt dort.<\/td>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\" width=\"320\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18105\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-400x193.png\" alt=\"L\u00f6sungsillustration: Bild 1 von 5\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung2-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\">Der zweite Dotti hat 2 Punkte. Im untersten Nest sitzt der erste Dotti mit 4 Punkten. Weil 4 mehr als 2 ist, klettert der zweite Dotti nach links weiter und zieht in das erste freie Nest.<\/td>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18109\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-400x193.png\" alt=\"L\u00f6sungsillustration: Bild 2 von 5\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung3-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\">Der dritte Dotti hat 3 Punkte. Dieser klettert beim untersten Nest, wo der Dotti mit 4 Punkten sitzt, nach links, weil 4 mehr als 3 ist. Im n\u00e4chsten Nest sitzt der Dotti mit 2 Punkten. Weil 3 mehr als 2 ist, klettert der dritte Dotti nach rechts weiter. Er zieht dann in das n\u00e4chste freie Nest. Das ist das h\u00f6chste Nest.<\/td>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18113\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-400x193.png\" alt=\"L\u00f6sungsillustration: Bild 3 von 5\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung4-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\">Der vierte Dotti hat 1 Punkt. Weil alle anderen Dottis mehr Punkte haben, klettert er bei jedem belegten Nest nach links. Er kommt dann beim Nest ganz links an und zieht dort ein.<\/td>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18117\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-400x193.png\" alt=\"L\u00f6sungsillustration: Bild 4 von 5\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung5-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\">Der letzte Dotti hat 5 Punkte. Weil kein Dotti mehr Punkte hat, klettert er bei jedem belegten Nest nach rechts. Das tut er einmal beim untersten Nest und zieht somit in das leere Nest ganz rechts.<\/td>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\" width=\"320\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18121\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-400x193.png\" alt=\"L\u00f6sungsillustration: Bild 5 von 5\" width=\"400\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-400x193.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-1600x774.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-160x77.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-768x371.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-1536x743.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/AufgabenbeispielAbbildung6-2048x990.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Jede Aufgabe hat einen informatischen Hintergrund, wie zum Beispiel Graphentheorie, Bin\u00e4rer Suchbaum oder Optimierung. Die Informatik ist erst nach genauerem Hinschauen sichtbar und kann \u00fcber den Wettbewerb hinaus im Unterricht als Aufh\u00e4nger f\u00fcr ein informatisches Konzept sein, das die Lehrperson im neuen Fach Medien und Informatik behandelt.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #ffffff\" valign=\"top\"><strong>Aufgabenbeispiel aus dem Wettbewerb 2021 (Teil 3: Dies ist Informatik!)<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nWenn sich die Dottis nach diesem Verfahren in die Nester setzen, hat das einen interessanten Vorteil: Ein bestimmter Dotti kann dann schnell gefunden werden. Wenn der Dotti, den du suchst, weniger Punkte hat als der, auf den du gerade schaust, musst du im linken Teil des Baums weitersuchen. Ansonsten suchst du rechts weiter. Mit jeder Pr\u00fcfung eines Vogels kannst du also den Suchbereich auf eine von zwei H\u00e4lften einschr\u00e4nken. Deshalb wirst du deinen Dotti schnell finden.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEs gibt viele Arten, auf die man Daten organisieren kann; man spricht von verschiedenen Datenstrukturen. Die Datenstruktur in dieser Biberaufgabe ist ein bin\u00e4rer Suchbaum. Das Wort \u00abbin\u00e4r\u00bb kommt vom lateinischen Wort \u00abbis\u00bb f\u00fcr \u00abzweimal\u00bb. Denn am Ende eines Astes (dort, wo in der Aufgabe ein Nest sitzt) f\u00fchren h\u00f6chstens zwei kleinere \u00c4ste weiter. Bin\u00e4re Suchb\u00e4ume werden in Computerprogrammen verwendet, wenn viele Daten schnell gefunden werden m\u00fcssen. Sie sind meistens viel gr\u00f6sser als der kleine Baum in der Aufgabe. Ausserdem gibt es noch einen Unterschied: Der Baum in der Aufgabe hatte eine feste Anzahl von f\u00fcnf Dottis. Dagegen kann man bei einem bin\u00e4ren Suchbaum \u00fcblicherweise immer weiter Daten einf\u00fcgen. Zum Einf\u00fcgen wird einfach an das Ende eines Astes ein neuer Ast angeh\u00e4ngt und so der Baum vergr\u00f6ssert. Datenstrukturen, die sich so ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, nennt man dynamische Datenstrukturen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Aufgaben k\u00f6nnen auch spielerisch mit oder ohne Computer erweitert werden und das Thema f\u00fcr eine ganze Lektion sein. Die in Geschichten verpackten Aufgaben haben zum Ziel, die Kinder und Jugendlichen unvoreingenommen f\u00fcr die Informatik zu begeistern und sie zu animieren, hinter die Kulissen zu schauen. Der Wettbewerb soll bei ihnen die Neugier wecken, sich \u00fcber das versierte Benutzen der digitalen Hilfsmittel hinaus zu bewegen und die Grundlagen der Informatik zu erforschen. So dass sie sich von Konsumenten und Anwendern immer mehr zu Ingenieuren und Entwicklern unserer Zukunft werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18129\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer-400x267.png\" alt=\"Informatik-Biber Aufgabe ohne Computer\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer-400x267.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer-120x80.png 120w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer-768x512.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer-391x260.png 391w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Aufgabe-ohne-Computer.png 1200w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong>Abbildung 2:<\/strong> Dottis ohne Computer<\/p>\n<p>Der schweizerische Informatikbiber-Wettbewerb ist ein Teil einer weltweiten Bewegung, die zum Ziel hat, die kommende Generation auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Der internationale <a href=\"https:\/\/www.bebras.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BEBRAS-Wettbewerb<\/a> hat seinen Ursprung 2004 in Litauen, wo er von der Professorin Valentina Dagien\u0117 ins Leben gerufen wurde. 17 Jahre sp\u00e4ter nehmen mehr als 3 Millionen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen in 56 L\u00e4ndern j\u00e4hrlich an BEBRAS-Wettbewerben teil. Die Aufgabenautoren kommen aus den verschiedensten L\u00e4ndern der Welt. Im Jahr 2021 waren im Schweizer Wettbewerb unter anderem Aufgaben aus Uruguay, Usbekistan, den Philippinen und aus Canada dabei. F\u00fcr den deutschen Sprachraum werden diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit Experten aus \u00d6sterreich, Ungarn und Deutschland angepasst. Die Geschichte, die Graphiken, die Texte und der Aufgabentyp werden geschickt aufeinander abgestimmt, so dass die Aufgabe klar, einfach und verst\u00e4ndlich ist und gleichzeitig die Teilnehmenden anspricht und beim L\u00f6sen kognitiv herausfordert.<\/p>\n<p>Um den Wettbewerb spannend zu gestalten werden nicht nur immer wieder neue Geschichten erfunden, sondern insbesondere die Aufgabentypen stetig weiterentwickelt. Waren es 2010 vor allem textlastige, Multiple-Choice-Aufgaben, sind die graphisch sorgf\u00e4ltig aufbereiteten Aufgaben heute mehrheitlich per Mausklick oder Drag-and-Drop l\u00f6sbar. Solche Aufgaben sind f\u00fcr die Teilnehmenden weitaus ansprechender und involvieren sie mehr in den L\u00f6sungsprozess. Durch die Unterst\u00fctzung der Graphik werden auch Kinder mit weniger gutem Sprachverst\u00e4ndnis angesprochen und k\u00f6nnen so ebenfalls ihre vielf\u00e4ltigen F\u00e4higkeiten im logischen Denken, in der Abstraktion und im \u00abComputational Thinking\u00bb zeigen.<\/p>\n<p>Die 2020 durchgef\u00fchrte Umfrage mit \u00fcber 13&rsquo;000 Teilnehmenden [1] zeigte klar, dass die Aufgaben mit einer interaktiven L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit besonders beliebt und attraktiv waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18089\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-1600x817.png\" alt=\"Popularit\u00e4t der Aufgaben\" width=\"600\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-1600x817.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-400x204.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-157x80.png 157w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-768x392.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-1536x785.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung4-2048x1046.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong>Abbildung 3:<\/strong> Popularit\u00e4t der Aufgaben abh\u00e4ngig vom Aufgabentyp<\/p>\n<p>Eine gemeinsam mit Deutschland durchgef\u00fchrte Evaluation mit \u00fcber 450 betreuenden Lehrpersonen best\u00e4tigt, dass diese neuen Aufgabenformate sehr gesch\u00e4tzt werden. \u00dcber die H\u00e4lfte der teilnehmenden Lehrpersonen ist davon \u00fcberzeugt, dass diese interaktiven Aufgabenformate die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen nicht nur zum L\u00f6sen der Aufgaben motivieren, sondern f\u00fcr die Wettbewerbs-Teilnehmenden auch intuitiv zu verstehen und einfach zu bedienen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18093\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-1600x495.png\" alt=\"Ergebnis Umfrage Interaktive Aufgaben\" width=\"600\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-1600x495.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-400x124.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-160x50.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-768x238.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5-1536x475.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung5.png 1942w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18097\" src=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-1600x495.png\" alt=\"Ergebnis Umfrage Drag-and-drop Aufgaben\" width=\"600\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-1600x495.png 1600w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-400x124.png 400w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-160x50.png 160w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-768x238.png 768w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6-1536x475.png 1536w, https:\/\/magazine.swissinformatics.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abbildung6.png 1942w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><strong>Abbildung 4:<\/strong> Umfrageergebnisse (452 befragte Koordinatoren und Koordinatorinnen) im schweizerischen und im deutschen Online-Wettbewerb von 2021. Oben: &nbsp;interaktive Aufgaben, unten: Drag-and-drop Aufgaben.<\/p>\n<p>Besonders beliebt war auch in dieser Evaluation der Aufgabentyp drag-and-drop wie zum Beispiel die Aufgabe mit dem Bin\u00e4ren Suchbaum.<\/p>\n<p>Die hohe Qualit\u00e4t der Aufgaben, unter anderem mit gut abgestimmten und modernen Aufgabentypen des Online-Wettbewerbs, kombiniert mit den ausf\u00fchrlichen und zeitnah nach dem Wettbewerb publizierten Brosch\u00fcren, hat massgeblich zum Erfolg des Informatikbibers in der Schweiz beigetragen.<\/p>\n<p>In den letzten 12 Jahren entwickelte sich der Informatikbiber zu einem bedeutenden nationalen Wettbewerb, der inzwischen j\u00e4hrlich fast 40&rsquo;000 Kinder und Lehrpersonen erreicht. Er wird in allen Landesteilen gleichzeitig und in gleicher Form durchgef\u00fchrt. So ist er ein wichtiger Beitrag zu der informatischen, zukunftsgerichteten Bildung in der Schweiz. Das Ziel ist die kommende Generation auf die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung vorzubereiten und zu sensibilisieren. Jedoch ist der Fokus des Wettbewerbs nicht auf die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen und Schwierigkeiten gerichtet. Der Informatik-Biber m\u00f6chte die Kinder und Jugendlichen ermutigen und bef\u00e4higen die Zusammenh\u00e4nge und Funktionsweise zu ergr\u00fcnden, zu erforschen und zu verstehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>[1] &nbsp;Christian Datzko and Susanne Datzko (2021): Aspects of Designing a Successful Bebras Challenge. In <em>14th International Conference on Informatics in Schools<\/em>, Nijmegen, The Netherlands.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/issep2021.science.ru.nl\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Aspects-of-Designing-a-Successful-Bebras-Challenge-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/issep2021.science.ru.nl\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Aspects-of-Designing-a-Successful-Bebras-Challenge-1.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Susanne Datzko<\/strong> ist P\u00e4dagogin und Graphikerin. Sie entwickelt und gestaltet seit 2015 gemeinsam mit Informatikern und Spezialisten die Aufgaben f\u00fcr den Schweizer Informatik-Biber-Wettbewerb. 2020 erhielt sie vom Ausbildungs- und Beratungszentrum f\u00fcr Informatikunterricht der ETH Z\u00fcrich eine Ehrenmedaillie f\u00fcr ihren Beitrag f\u00fcr die F\u00f6rderung der Informatik in Schweizer Schulen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch im Jahr 2021 r\u00e4tselten in der ganzen Schweiz \u00fcber 36&rsquo;000 Kinder und Jugendliche beim Infomatik-Biber Wettbewerb. Seit zw\u00f6lf Jahren organisiert ein Team aus Informatikerinnen, Informatikern und Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz einen Online-Wettbewerb, der die Grundlagen der Informatik in einer Geschichte verpackt, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern von Primarschule bis Gymnasium n\u00e4herbringt. 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